So konnte Shirin K. alle täuschen

Fake-Polizistin war zwei Jahre in Berlin im Einsatz: "Ich habe meinen Job ganz gut gemacht"

19. August 2019 - 10:04 Uhr

Berlin: Shirin K. trug eine Original-Uniform

Wie konnte eine 23-Jährige zwei Jahre lang die Berliner Polizei an der Nase rumführen? So lange schon hatte sich Shirin K. (Name geändert), die als Ömer K. zur Welt kam, als Beamtin ausgegeben. Gegenüber der "Bild" sagte sie: "In den vergangenen Monaten war ich fast jeden Tag auf Streife." Im RTL-Interview im Video erklärt Shirin K. nun, wie sie unbemerkt das Gesetz in die eigene Hand nehmen konnte. Schließlich trug sie bei ihrer Verhaftung eine Uniform, eine Waffenattrappe, Pfefferspray, Handschellen – alles im Original.

Polizei Berlin verschickt Mail an Mitarbeiter

Für die Polizei Berlin wird der Fall richtig peinlich. In einer internen Mail an alle Polizisten der Hauptstadt heißt es (Anmerkung: Die Polizei führt Shirin K. als Mann):

"Weiterhin äußerte er, dass er Personen bei der Polizei kennen würde, welche ihm jederzeit Uniformteile bestellen würden. […] Des Weiteren gab er noch an, dass er schon des Öfteren an diversen Polizeieinsätzen, als Polizist teilgenommen habe."

Zuvor hatte Shirin K. schon wegen sexueller Nötigung im Gefängnis gesessen und ist nach Absitzen der Strafe unter Beobachtung des Landeskriminalamts. Gegen die 23-Jährige wird wegen Amtsanmaßung sowie wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz ermittelt.​