FDP-Boss fordert Reaktion

Lindner sieht politischen Handlungsbedarf bei Spritpreisen

20. Oktober 2021 - 9:40 Uhr

Stoppt die neue Regierung den Benzin-Wahnsinn?

Auch wenn in den in den Sondierungsgesprächen noch nicht über eine Eindämmung der steigenden Spritpreise gesprochen worden sei, sieht FDP-Chef Christian Lindner die Politik in der Verantwortung. "Fraglos besteht hier Handlungsbedarf auch für die Politik", sagte er den Sendern RTL/ntv, "wir haben ja eine sehr hohe Belastung mit Steuern und Abgaben auf allen Energieträgern".

Benzinpreis knackt ersten Rekord

Christian Lindner
FDP-Chef Christian Lindner
© deutsche presse agentur

Das werde gewiss ein Thema in den kommenden Gesprächen zwischen SPD, Grüne und FDP werden, so der 42-Jährige. Lindner rechnet damit, dass die Koalitionsverhandlungen schon am kommenden Donnerstag beginnen.

Die Benzinpreise an deutschen Tankstellen haben mittlerweile den ersten Preisrekord geknackt. Der Liter Diesel kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt vom Sonntag 1,555 Euro – und damit minimal mehr als am bisherigen Rekordtag, dem 12. August 2012. Zum Super-E10-Rekord fehlen nur noch 4,2 Cent.

Grund dafür ist vor allem der steigende Ölpreis. Er hat sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt, nachdem sich die Konjunktur mehr und mehr vom Corona-Schock erholt hat. (ana)