Diese Beziehung ist ungesundBenutzt mein Partner mich nur? Studie verrät Anzeichen

Jede Beziehung hat ihre eigene Dynamik. Doch unabhängig von dieser sollte sie vor allem eins sein – gesund! Wenn sich einer vom anderen benutzt fühlt, macht das auf Dauer alles andere als glücklich. Eine neue Studie zeigt jetzt, dass das häufiger vorkommt als gedacht. Doch wie kommt es dazu und wann wird es ungesund?

Das zeigt die Studie:

Die im British Journal of Social Psychology veröffentlichte Studie untersucht ein eher selten angesprochenes Beziehungsproblem: In manchen intimen Beziehungen scheint eine Seite die andere auszunutzen, um die eigenen Ziele zu erreichen - eine Denkweise, die die Forscher als "Instrumentalitätsperspektive" bezeichnen.

Die Sozialpsychologen Xijing Wang von der City University of Hong Kong und Hao Chen von der Nankai University in China haben diese Thematik genauer untersucht.

In besagten Beziehungen kommt es zu einer Objektivierung des Partners, welcher dadurch zum reinen Werkzeug zurückgestuft und somit gar nicht mehr als Mensch mit eigenen Gefühlen und Interessen wahrgenommen wird. Er wird also nur noch danach bewertet, wie nützlich er als Person ist.

Diese Dynamik führt häufig zu einer großen Unzufriedenheit innerhalb der Beziehung und macht besonders die ausgenutzte Seite unglücklich.

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Diesen Ursprung hat das Verhalten:

Laut den Forschern wird der Mensch von Natur aus von Zielen angetrieben, weshalb er in manchen Situationen zu einer „instrumentellen Herangehensweise“ neigt. Die sollte in sozialen oder intimen Beziehungen natürlich nicht zum Standard werden. Dennoch kommt es vor, dass eine Partei unbewusst abwägt, welchen Mehrwert das Gegenüber für ihn und seine Ziele hat.

Laut den Wissenschaftlern sind Menschen im Allgemeinen zwar auf Nähe und Bindung bedacht, die meisten Beziehungen sind aber dennoch mit der Berechnung von Belohnungen und Kosten verbunden.

Hierbei hat aus Sicht der Evolutionspsychologie jede Partei einen Partnerschaftswert, die sich gegeneinander aufwiegen lässt. Frauen können in intimen Beziehungen genauso eine Austauschorientierung annehmen wie Männer.

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So wirkt es sich auf die Beziehung aus:

Eine solche Dynamik kann auf lange Sicht negative Auswirkungen auf Ihre Beziehungen haben, denn:

  • kein Partner wird für immer „nützlich“ sein – persönliche Ziele ändern sich in verschiedenen Lebensabschnitten und somit auch die „Werkzeuge“, die sie benötigen

  • der Partner fühlt sich nicht gesehen und ihm wird suggeriert, dass er keinen eigenen Wert hat

Auf Dauer wird eine Beziehung, die auf reinem Nutzen basiert, also nicht bestehen können.

Das sollten Sie tun, wenn Sie sich in einer solchen Beziehung befinden

Zunächst sei es wichtig zu beachten, dass Sie keine Schuld am Verhalten Ihres Partners tragen, betonen die Autoren.

Wenn Sie das Gefühl haben, von Ihrem Partner nicht mehr wirklich gesehen und nur noch benutzt zu werden, sollten Sie zunächst einmal offen mit ihm darüber sprechen. Laut den Forschern ist es daher eine Lösung, die Austauschorientierung in der Beziehung zu reduzieren. (jlu)

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