Polizei findet Kameraaufnahmen von der Tat

Bei Raubüberfall erschossen: Mutter flehte noch um ihr Leben - "Ich habe vier Kinder"

Uberfahrin bei Überfall erschossen
Uber-Fahrerin Christina S. wurde von einem Fahrgast überfallen und erschossen.
CNN/Polizei

Christina S. aus Pennsylvania hatte am Abend des 10. Februars schon mehrere Fahrgäste, als ein junger Mann zu ihr ins Auto stieg. Die vierfache Mutter verdiente sich als Uber-Fahrerin ein bisschen Geld dazu. Sie ahnte nicht, dass Calvin C. ihr letzter Fahrgast sein sollte. Denn die Frau kehrte nicht wie sonst nach ihrer Uber-Schicht nach Hause zurück. Am nächsten Tag wurde sie von ihren Angehörigen als vermisst gemeldet. Am 12. Februar fand die Polizei ihre Leiche – Christina war mit einem Kopfschuss getötet worden.

Christina S. kam nach ihrer Uber-Schicht nicht mehr nach Hause

Die Polizei entdeckte zuerst das Auto der Vermissten. Die Dashcam fehlte und auch von Christina S. war keine Spur zu sehen. Dann ging ein Notruf ein – Passanten hatten die Leiche der 38-Jährigen entdeckt. Jemand hatte sie an einem bewaldeten Hang in Monroeville abgelegt. Mithilfe von Verkehrskameras und Christinas Handydaten gelang es ihre letzten Fahrten an dem Abend zu rekonstruieren. Die Ermittler stießen schließlich auch auf die fehlende Dashcam aus dem Auto. Sie hatte gefilmt, wie Calvin C. ins Auto stieg und seiner Fahrerin plötzlich eine Waffe an den Kopf hielt.

Die 38-Jährige flehte noch um ihr Leben: „Ich bitte dich! Ich habe vier Kinder.“ Doch das hielt den 22-Jährigen offenbar nicht davon ab, zu schießen. Was genau in den letzten Minuten im Leben von Christina passierte, muss noch ermittelt werden. Denn C. entdeckte plötzlich die Kamera im Auto und die Aufnahme bricht ab.

Tatverdächtiger hatte es offenbar auf Geld abgesehen

Offenbar hatte der Verdächtige vor, die Uber-Fahrerin auszurauben. Ersten Ermittlungen zufolge soll seine Freundin die Fahrt bestellt haben. Er stieg dann bewaffnet ins Auto. Die Polizei geht davon aus, dass er die Frau kurz darauf tötete und dann versuchte, über ihre Bank-Apps Geld auf das Konto seiner Lebensgefährtin zu überweisen. Calvin C. wurde am 17. Februar festgenommen. Er muss sich nun wegen Totschlags, Raubes und der Vertuschung von Beweisen verantworten. Noch ist unklar, ob auch die Freundin des Tatverdächtigen mit einer Anklage rechnen muss.

Christina hinterlässt nicht nur vier Kinder, sondern auch einen Verlobten. Brandon Marto, gab nach dem Tod der 38-Jährigen dem Sender „Channel 11“ ein Statement. Er bedankte sich bei der Polizei, Freunden und der Nachbarschaft für die Hilfe bei der Suche nach seiner Verlobten. „Ich würde mich gern auch persönlich bei Polizeichef Scott Farrelly bedanken, dafür dass er wirklich alles gegeben hat, um unserer Familie die Antworten zu beschaffen, auf die wir so verzweifelt gewartet haben“. Marto kritisierte aber auch den Fahrdienstvermittler Uber. Viele Fahrerinnen hätten sich bei ihm gemeldet und erzählt, dass sie sich nicht sicher fühlen. „Die Sicherheitsmaßnahmen für die Fahrer sind ungenügend und das muss sich ändern“, forderte er. (jgr)