Blutiger Vorfall in Indien

Bei illegalem Hahnenkampf: Mann wird von seinem eigenen Kampfhahn getötet

Ein Kampfhahn hat in Indien seinen Besitzer getötet, als er sich losreißen wollte.
Ein Kampfhahn hat in Indien seinen Besitzer getötet, als er sich losreißen wollte.
© dpa, Anupam Nath, AN tli nwi kde

28. Februar 2021 - 21:09 Uhr

Hahn wollte sich von seinem Besitzer losreißen

In Indien wurde ein Mann von seinem Kampfhahn getötet. Der 45-Jährige hielt das Tier kurz vor einem illegalen Hahnenkampf im Arm, als der Vogel anfing, sich zu winden, wie die Zeitung "India Today" berichtet. Der Mann hatte seinem Hahn bereits Klingen an die Krallen gebunden, um ihn für den gegnerischen Vogel gefährlicher zu machen. Das wurde ihm nun aber selbst zum Verhängnis: Der Hahn erwischte den Mann mit der scharfen, sieben Zentimeter langen Klinge in der Leistengegend.

Kampfhahn-Besitzer verblutete auf dem Weg ins Krankenhaus

Der Vorfall ereignete sich bereits am 22. Februar im Zentrum des Landes in Jagital (rund 1.400 Kilometer südlich von Neu-Delhi). Nach bisherigem Stand der Ermittlungen soll der Hahn versucht haben, sich loszureißen. Als sein Besitzer ihn wieder einfangen wollte, wurde er tödlich getroffen. Der 45-Jährige fing so stark an zu bluten, dass er es nicht einmal mehr bis ins Krankenhaus schaffte. Er starb noch auf dem Weg in die Klinik an dem massiven Blutverlust.

Der Hahn, der offenbar keine Lust auf den Kampf mit einem Artgenossen hatte, wurde eingefangen und befindet sich nun in Polizeigewahrsam. Nicht weil ihm der Prozess gemacht werden soll, sondern weil er ein wichtiger Beweis in den Ermittlungen zum Tod seines Besitzers ist.

Hahn wird jetzt von der Polizei bewacht

Wie der "New Indian Express" berichtet, blieb der Kampfhahn einen Tag lang auf der örtlichen Polizeiwache, dann wurde er auf einen Hühnerhof in der Nähe gebracht. Ein Beamter sei abgestellt worden, um dort zu kontrollieren, dass der gefiederte Zeuge auch gut behandelt wird. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, soll der Hahn bewacht werden.

Die Polizei ermittelt nun gegen 15 Verdächtige, die den illegalen Hahnenkampf organisiert oder sich daran beteiligt haben sollen. Sie müssen nun Anklagen wegen fahrlässiger Tötung, illegaler Wetten und illegaler Hahnenkämpfe befürchten. Solche Veranstaltungen sind in Indien eigentlich verboten. In ländlichen Gegenden kommt aber immer wieder vor, dass dagegen verstoßen wird.