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Bei Einsatz in Hamburg: Polizei nimmt fälschlicherweise Opfer statt Täter fest

Zugriff in Hamburg-Harburg

Polizei stürmt Lokal und nimmt fälschlicherweise das Opfer fest

ARCHIV - Ein Polizist posiert am 13.06.2016 für Fotoaufnahmen mit seiner Dienstwaffe HK P2000 9mm vor einem Polizeifahrzeug. Foto: Julian Stratenschulte/dpa (zu dpa «Sachsen rüstet Polizei auf - neue Waffen, neue Ausrüstung» vom 09.08.2016) +++(c) dp
Bewaffnet stürmen Beamte ein Lokal in Hamburg-Harburg. (Symbolbild)
jst pil dna, dpa, Julian Stratenschulte

Täter können fliehen

Am Donnerstagmorgen gegen 4:15 Uhr stürmen bewaffnete Polizeibeamte die Kneipe im Hamburger Stadtteil Harburg in der Stader Straße. Kurz denken die Beamten, sie hätten den Täter dingfest gemacht, dann stellt sich schnell heraus, es ist das Opfer. Dabei handelt es sich um den angegriffenen Wirt, der sogar leicht im Gesicht verletzt ist.

Situation vor Ort unklar

Der Wirt hat selbst die Polizei gerufen, erklärt eine Beamtin auf Nachfrage von RTL Nord. Die Lage vor Ort sei zunächst unklar gewesen. Die Beamten waren sich nicht sicher, ob sich die Täter noch im Haus befunden hätten. Dazu hat sich der Wirt wohl wegen schlechter Deutschkenntnisse nicht als Geschädigter zu erkennen gegeben. So muss es anscheinend zu der kurzen Verwechslung gekommen sein.

Kannten sich Täter und Opfer?

Der Wirt soll der Polizei gegenüber erklärt haben, dass er von zwei Tätern angegriffen wurde. „Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen und es wird auch geprüft, ob sich Täter und Opfer kannten“, so eine Polizeisprecherin. (dpa/nid)