"Bauer sucht Frau"-Kandidatin kritisiert Milchindustrie

Anna Heiser: „Seit ich gestillt habe, habe ich Mitleid mit Milchkühen“

24. November 2021 - 11:19 Uhr

Mitleid für Milchkühe

Zunächst mag es vielleicht ein wenig verrückt klingen, eigentlich ist es aber auch sehr gut nachvollziehbar. Die frühere Bauer sucht Frau-Kandidatin Anna Heiser spricht in ihrer aktuellen Instagramstory Milchkühen ihr Mitleid aus. Warum? Seit sie ihren kleinen Sohn Leon gestillt hat, kenne sie die Strapazen sehr gut. Obwohl die auf einer Rinderfarm in Namibia lebt, würde die 31-Jährige am liebsten komplett auf tierische Milch verzichten. Warum das allerdings nicht geht, verrät sie im Video.

Keine Milch – obwohl sie auf Rinderfarm lebt

Anna Heiser hat bei Bauer sucht Frau mit Bauer Gerald die Liebe ihres Lebens kennengelernt. Für ihn ist sie sogar nach Namibia ausgewandert. Dort hält sie ihre deutschen Fans immer wieder mit Instagram-Storys aus dem Farmalltag auf dem Laufenden. In einer Story beschwert sich Anna darüber, dass sie keine Milch mehr hat für ihren Kaffee und das, obwohl sie doch auf einer Rinderfarm lebt.

Anna und Gerald haben einen Rinderzuchtbetrieb – keinen Milchbetrieb. Daher müsse sichergestellt werden, dass ein Großteil der Milch für die Kälber übrigbleibt. Der Rest steht dann den Mitarbeitern und schließlich auch Anna und Gerald zur Verfügung.

Milchkühe werden zur Hochleistung getrimmt

"Seitdem ich selbst gestillt habe, habe ich voll Mitleid mit den Milchkühen", sagt Anna in ihrer Story. Im Januar dieses Jahres haben sie und Gerald mit Leon ihren ersten Sohn bekommen. Daher kenne sie die Strapazen. Auch wenn der Vergleich möglicherweise etwas hinkt, hat Anna nicht ganz Unrecht:

Tatsächlich leiden Kühe dann unter der Milchproduktion, wenn sie zur Hochleistung getrimmt werden. Nach Angaben der Welttierschutzgesellschaft hat sich die Menge an Milch, die eine Kuh geben muss, in den letzten 60 Jahren von 2.500 Kilogramm Milch pro Kuh auf heute 12.000 Kilogramm mehr als vervierfacht. Um so eine enorme Milchleistung erzeugen zu können, werden die Tiere am durchschnittlich 300 Tagen im Jahr gemolken und mit speziellen Kraftfutterzusätzen gefüttert. Die extreme Dauerbelastung kann sich negativ auf die Gesundheit der Tiere auswirken. (kmü)

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