2018 M03 8 - 16:16 Uhr

Ab wann geben Sie Ihrem Kind welche Babynahrung?

Muttermilch gilt vor allem in den ersten Monaten als die beste Babynahrung, die Sie Ihrem neugeborenen Kind geben können. Was Muttermilch so besonders macht und auf was Sie bei Babynahrung in Sachen Folgemilch oder Beikost sonst noch achten sollten, erfahren Sie hier.

Die Euphorie, wenn das Baby endlich auf der Welt ist, ist bei allen Eltern riesig. Doch genauso schnell kommen auch Unsicherheiten, wie man das Neugeborene richtig wäscht, anzieht – und auch füttert. Welche Babynahrung sollte ich wann meinem Kind geben oder wieder absetzen? Und kann ich Babybrei auch selber machen? Wir geben Tipps zum richtigen Umgang mit Säuglingsnahrung.

Muttermilch: Die beste Babynahrung in den ersten Monaten

Die Muttermilch ist ideal auf den kleinen Körper abgestimmt und gibt ihm alle Nährstoffe, die wichtig für die Entwicklung Ihres Babys sind. So ist die körpereigene Babynahrung praktisch keimfrei und leicht verdaulich. Sie unterstützt Ihr Baby bei der Entwicklung eines eigenen Immunsystems. Das liegt vor allen an den enthaltenen Antikörpern, die Krankheitserreger abwehren. Ebenfalls darin enthalten: wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Auch enthält die Milch über 200 verschiedene Zuckermoleküle, die dafür sorgen, dass sich in dem bislang keimfreien Darm wichtige Darmbakterien ansiedeln, die eine gesunde Verdauung sicherstellen. Dass es in Deutschland eine nationale Stillkommission gibt, zeigt, wie wichtig Stillen tatsächlich ist. Die Kommission rät dazu, Babys in den ersten sechs Monaten zu stillen, auch wenn das Kind bereits andere Babynahrung bekommt.

Dabei sollten sich die Mütter gesund und abwechslungsreich ernähren mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukten sowie regelmäßig Fleisch und Fisch. Strikt verboten sind Rauchen und Alkohol!

Wann braucht ein Baby Folgemilch?

Folgemilch ist als Babynahrung nicht zwingend notwendig. Sie kann jedoch etwa ab dem fünften Lebensmonat verabreicht werden – entweder, weil Sie als Mutter nicht mehr stillen möchten, können oder, falls Sie nicht stillen, die gekaufte Babymilch in Form von Milchpulver durch eine nährstoffhaltigere Milch ersetzen wollen.

Und auch wenn Muttermilch unbestritten die beste Babynahrung in den ersten sechs Monaten ist, müssen Frauen, die nicht stillen wollen oder können, keine Schuldgefühle haben. Käufliche Flaschenmilch wird unter strengen Richtlinien hergestellt und auch sie versorgt Ihr Baby mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen.

Darauf sollten Sie bei Babybrei achten

In der Regel können Sie zwischen dem fünften und siebten Monat die erste Beikost als Babynahrung einführen. Unter Beikost versteht man Babybrei, der zusätzlich zur Mutter- oder Flaschenmilch gegeben wird – daher "Bei". Grund dafür ist, dass die Milch nicht mehr ausreicht, um den gesamten Energie- und Nährstoffbedarf des Kindes abzudecken.

Wenn Sie die Beikost einführen, muss sich der Darm Ihres Babys auf die ungewohnte Nahrung einstellen. Geben Sie also zunächst nur ein paar Löffel Babybrei. Mit der Zeit können Sie allmählich die Gewichtung ändern mit dem Ziel, dass eine ganze Mahlzeit aus einer Beikost besteht. Zu Beginn sollte der Brei aus Gemüse, wie Karotten oder Kürbis, Kartoffeln oder Fleisch bestehen. Erst ab dem sechsten bzw. siebten Monat können Sie Ihrem Kind auch Milch-Getreide- beziehungsweise Getreide-Obst-Brei geben.

Aus Brei wird feste Babynahrung

Etwa ab dem zehnten Monat können Sie anfangen, Ihr Kind langsam weg von der Babynahrung und heran an das normale Familienessen zu führen. Die kindliche Verdauungsfunktion ist mittlerweile voll ausgebildet. Vermeiden Sie dabei jedoch stark gewürzte Lebensmittel und zerdrücken Sie gegebenenfalls das Essen grob mit der Gabel – je nachdem, wie viele Zähne ihr Kind bereits besitzt.

Auch sollten Sie von Fertiggerichten absehen, die nicht speziell für Kinder gemacht sind sowie von stark gesüßtem Essen. Der Zucker greift die noch jungen Zähne unnötig an.

Babykost selbermachen : Sinnvoll oder nicht?

Manche Mütter stellen Ihre Babynahrung auch selber her. Das spart Geld und man weiß genau, was im Essen ist. Dabei müssen Sie aber einige Dinge beachten, um die Verdauung Ihres Babys nicht zu überfordern. In der Galerie sehen Sie, welche Lebensmittel für Ihr Baby tabu sind