Ein wahr gewordener Albtraum

Baby stirbt im Elternbett: Trauernde Eltern warnen vor Co-Sleeping

20. Dezember 2018 - 17:43 Uhr

Wenn Co-Sleeping zum Albtraum wird

Als Keeley Makin und Nicky Marsh am Morgen aufwachen, ist ihr schlimmster Albtraum wahr geworden: Ihr kleines Baby Archie liegt leblos neben ihnen im Bett. Sie versuchen, den Kleinen wiederzubeleben, doch im Krankenhaus kann nur noch sein Tod festgestellt werden. Der Junge starb am plötzlichen Kindstod und hatte außerdem Rippenfrakturen - die Eltern haben ihr Baby im Schlaf versehentlich gequetscht.

Archie wurde nur vier Wochen alt

Die Eltern des verstorbenen Babys
Die Eltern des verstorbenen Babys warnen vor den Folgen des Co-Sleepings.
© Keeley Makin/ Cavendish Press

Das Glück der frischgebackenen Eltern Keeley Makin und Nicky Marsh aus dem Raum Manchester in England hielt tragischerweise nur 30 Tage. Als die Mutter ihr Baby nachts nach dem Stillen mit ins Elternbett nahm, ahnte sie nicht, dass dies die letzte Nacht mit ihrem Kind sein würde. Denn am nächsten Morgen war ihr Baby tot.

Im Krankenhaus erfuhren die Eltern dann die erschreckende Todesursache: Archie starb am plötzlichen Kindstod. Zudem wurden an seinem kleinen Körper Rippenfrakturen festgestellt, die seine Atmung beeinträchtigt haben. Die Eltern hatten ihr Neugeborenes im Bett versehentlich gequetscht. Ein wahrgewordener Alptraum. Viele Eltern fürchten den plötzlichen Kindstod, der unerwartet und meist während der Schlafphase des Säuglings auftritt. Doch viele frischgebackene Eltern unterschätzen die Risiken des Co-Sleepings, die oft mit plötzlichem Kindstod in Verbindung gebracht werden.

So gefährlich kann Co-Sleeping sein

Beim Co-Sleeping schlafen Babys und Kleinkinder gemeinsam mit den Eltern im Familienbett. Einerseits können die Nähe und der Körperkontakt zum Elternteil gut für das Kind sein, andererseits können auch solche tragischen Unfälle passieren, wie Keeley Makin warnt: "Es gibt sicherlich tausende Eltern, die ihr Kind im Elternbett schlafen lassen. Aber sie bringen ihr Kind damit in Gefahr", berichtet sie der "Daily Mail". Und auch Gerichtsmediziner Dr. Charles Wilson warnt vor den Folgen des Co-Sleepings: "Es besteht ein erhöhtes Risiko für plötzlichen Kindstod. Die Atemwege des Kindes können blockiert werden. Rippenfrakturen sind aber sehr, sehr ungewöhnlich. Archie wurde seitlich gequetscht".

Die Trauer um den kleinen Archie ist groß. Er war der viertgeborene Junge in der Familie. Seine Eltern freuten sich sehr über den neuen Familienzuwachs und auch seine großen Brüder waren stolz auf ihr neues Geschwisterkind. Umso härter trifft sie jetzt der Verlust.

So schlafen alle gut und sicher im Familienbett

  • Das Wichtigste zuerst: Haben Sie einen unruhigen, unkontrollierten Schlaf, sollte Ihr Baby sicherheitshalber in einem Beistellbett schlafen.
  • Schläft Ihr Baby in Ihrem Bett, sollten Sie vorher keinesfalls Alkohol oder sonstige bewusstseinsverändernde Substanzen konsumieren.
  • Verwenden Sie keine zu weiche oder unebene Matratze und kein Wasserbett.
  • Entfernen Sie dicke Felle, Decken, Kissen und Kuscheltiere aus dem Bett.
  • Sichern Sie das Bett ab, damit Ihr Baby weder herausfallen noch irgendwo hineinrutschen kann.