ADAC verrät, was richtig ist

Auffahren auf die Autobahn: Was tun, wenn der Einfädelungsstreifen nicht ausreicht?

Beim Einfädeln auf die Autobahn kann viel Unsicherheit entstehen.
Beim Einfädeln auf die Autobahn kann viel Unsicherheit entstehen.
© imago images, Presse-Photo Horst Schnase

30. August 2021 - 12:12 Uhr

Viel los auf der Autobahn: Was, wenn sich keine Lücke ergibt?

Beim Auffahren auf die Autobahn können Autofahrer schon mal ein mulmiges Gefühl bekommen. Denn gerade wenn auf den Straßen viel los und der Einfädelungsstreifen kurz ist, bleibt nicht viel Zeit, sich einzuordnen. Was also tun, wenn ich am Ende des Streifens ankomme und mich noch niemand reingelassen hat? Der ADAC erklärt, wie es in der Praxis am besten funktioniert.

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Am Ende des Streifens warten kann gefährlich sein

Die sogenannten Beschleunigungs- oder Einfädelungsstreifen, die auf die Autobahn führen, haben in Deutschland meist eine Länge von etwa 250 Metern - gar nicht so lang, bei voller Geschwindigkeit. Denn wie der Name schon verrät, sollen Autos auf ihm beschleunigen, um sich in den rechten Autobahnstreifen einordnen zu können, ohne den fließenden Verkehr aufzuhalten. Und dabei ist man auf das Wohlwollen der anderen Autofahrer angewiesen - denn das Reißverschlussverfahren gilt hier nicht. Was aber, wenn man mal nicht vorgelassen wird und keine Lücke findet? Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) ist dann Anhalten geboten. Der Fahrer muss am Ende des Streifens warten, bis sich eine Einfädelungsmöglichkeit ergibt.

"Dies bringt jedoch ein enormes Unfallrisiko mit sich", mahnt der ADAC auf seiner Webseite, "sowohl für Sie selbst, als auch für Ihren Hintermann, wenn dieser nicht ausreichend aufmerksam ist oder einen zu geringen Sicherheitsabstand einhält." In diesem Ausnahmefall sei es gerechtfertigt, langsam auf dem Standstreifen weiterzufahren und sich sobald möglich einzuordnen, empfiehlt der ADAC. (dhe)