ADAC warnt

Diese Fehler beim Blinken können teuer und gefährlich werden

27. August 2021 - 10:50 Uhr

Nur die Hälfte der Deutschen blinkt richtig

Laut einer gemeinsamen Studie des ADAC und der deutschen Prüfgesellschaft Dekra blinken nur die Hälfte bis zwei Drittel aller Autofahrer vorschriftsmäßig. Dabei ist richtiges Blinken lebenswichtig – denn wer nicht oder falsch blinkt, riskiert, schlimme Unfälle zu verursachen. Die häufigsten Gründe für die Blinker-Amnesie der Deutschen: Faulheit sowie mangelnde Kenntnis der Verkehrsregeln. Der ADAC Nordrhein hat die wichtigsten Blink-Regeln zusammengestellt, bei denen Autofahrer besonders häufig patzen.

Abknickende Vorfahrtsstraße

Wer abbiegen will, muss blinken – das wissen alle Autofahrer. Doch nicht allen ist klar: Das gilt auch für abknickende Vorfahrtsstraßen und auf Fahrbahnen mit Richtungspfeilen!

Links- und Rechtsabbiegerspuren

Auch auf Links- oder Rechtsabbiegerspuren darf aufs Blinken niemals verzichtet werden. Bei vielen Fahrern hakt es hier vor allem beim Timing! Richtig geht es so: Setzen Sie den Blinker schon vor dem Einordnen und bis zum tatsächlichen Abbiegen.

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Im Kreisverkehr

Kreisverkehr
Wissen Sie es? Wer muss hier wann blinken?
© Imago images, Hans Blossey

Wie war das nochmal? Blinkt man beim Ein- oder Ausfahren in den Kreisverkehr – oder gar in beiden Situationen? Eigentlich sollten das alle Autofahrer wissen – trotzdem wird es immer wieder falsch gemacht. Der ADAC Nordrhein klärt auf: "Beim Einfahren in den Kreisverkehr dürfen Autofahrer nicht blinken, beim Verlassen ist dies hingegen Pflicht!"

Im Ausland können allerdings ganz andere Regeln für Kreisverkehre gelten. Urlauber sollten sich also vorab über die Straßenverkehrsordnung ihres Reiseziels erkundigen.

Leere Straßen

Die Straßen sind leer - da muss man mit dem Blinken nicht so streng sein? Das ist nicht nur aus Gründen der Sicherheit falsch! Denn wenn Autofahrer das Blinken immer wieder schleifen lassen, verhindern sie, dass es zur Routine wird. Und das kann nicht nur gefährlich, sondern auch teuer werden.

Wer den Blinker vergisst, dem droht zunächst ein Verwarnungsgeld von zehn Euro. Viel teurer wird es allerdings, wenn durch den fehlenden Blinker ein Unfall verursacht oder mitverschuldet wird.

Beim Überholen

Jeder hat es schon mal erlebt: Es gibt Fahrer, die meinen, dass ihr Auto eingebaute Vorfahrt besitzt. Blinken beim Überholen? Das scheint nur für andere zu gelten. Doch diese Verhaltensweise ist mehr als riskant!

"Autofahrer, die ohne Vorwarnung die Spur wechseln, riskieren schwere Unfälle", warnt der ADAC. Zeigen Sie anderen Straßenverkehrsteilnehmern also unbedingt immer frühzeitig an, dass Sie die Spur wechseln und sie überholen möchten – sowohl vor dem Ausscheren als auch vor dem Wiedereinordnen. (dhe)