Familienbloggerin weiß, wie's geht

Auch Schulstart wird teurer: 8 Tipps, mit denen Sie bis zu 120 Euro sparen

Kosten minimieren zur Einschulung
Sparen zum Schulstart: Tipps von Bloggerin und Autorin Daniela Gaigg
Bianca Kübler

von Lena Andro und Cathleen Bergholz

Die Zahlen sind erschreckend: Mehr als 13 Prozent mehr Kosten für Schulhefte und Zeichenblöcke, fast 5 Prozent mehr für den Schulranzen und 5 Prozent mehr für Stifte, Füller & Co. Die Mehrkosten für den Schulbeginn sind enorm. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: „Wer die Kosten minimieren will, kann das mit gezielten Spartipps schaffen“, sagt Bloggerin und Autorin Daniela Gaigg. Wir stellen ihre acht Tricks vor.

1. Second Hand statt Neukauf

Der Schulranzen gehört zu den größten Ausgaben zum Schulbeginn. Wer sparen will, sollte jedoch nicht auf Qualität verzichten und am Ende womöglich dem Rücken seines Kindes schaden. Qualität zum fairen Preis bekommen Eltern hauptsächlich auf dem Flohmarkt oder in Online-Portalen. Viele dieser Schultaschen sind optisch immer noch schön anzusehen und funktionieren einwandfrei. „Ich selbst habe einen [Schulranzen] für 25 Euro hergegeben und der war bestimmt 200 Euro wert. Der war auch noch top, ohne Loch“, verrät Daniela Gaigg gegenüber RTL. Insgesamt können Eltern mit Second-Hand-Ware zwischen 50 und 70 Prozent sparen, so die Bloggerin. Noch dazu muss auf namhafte Hersteller nicht verzichtet werden.

2. Vorjahresmodelle checken

Schulstart in Deutschland: Vor allem für Eltern von Erstklaesslern bedeutet das: Einkaufen neuer Schulsachen.
Teurer Schulanfang: Mit dem Schulranzen sparen
hl, epd, Tim Wegner

Wer keinen gebrauchten Ranzen kaufen möchte, hat dennoch die Möglichkeit zu sparen: mit Vorjahresmodellen. Viele Händler haben noch Modelle mit leichten Farbabweichungen oder minimal anderen Designs aus der letzten Kollektion vorrätig und und bieten diese günstiger an.

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3. Aktionen beachten

Bloggerin Daniela Gaigg weiß: Viele Händler bieten bereits in den Ferien Schulsachen zu günstigen Preisen an. Auch der Papierhandel hat während des Schuljahrs immer wieder Aktionen auf Kleber, Stifte und Blöcke – wer hier zugreift, muss im August nicht teuer einkaufen.

Tipp: Besonders nach Schulbeginn werden viele Artikel rabattiert. Wer hier zuschlägt, kann bereits jetzt fürs nächste Schuljahr sparen.

4. Do it yourself

Turnbeutel, Stifthalter, Stundenpläne oder Schreibtischauflagen- all das können Eltern recht einfach selbst herstellen. Das spart nicht nur Geld, sondern gibt den Sachen auch noch einen persönlichen Touch. Und das Beste: Die Schulsachen können nicht von anderen Kindern verwechselt werden.

5. Preise vergleichen

Sparen zum Schulstart: Preise vergleichen beim Schulsachen-Kauf
Sparen zum Schulstart: Preise vergleichen beim Schulsachen-Kauf
hl, epd, Tim Wegner

„Teuer ist nicht immer besser“, schreibt Gaigg auf ihrem Blog „Die kleine Botin“. Während bei Stiften nicht auf Qualität und daher ein höherer Preis bezahlt werden sollte, muss aber nicht gleich der teuerste Werkkoffer gekauft werden. Hier lohnt es sich, Preise zu vergleichen und lieber mal auf den Trend-Print des Jahres zu verzichten – das ist günstiger, aber genauso funktional.

Tipp der Expertin: Statt einer separaten Box als Mal-Schachtel eignet sich der gute alte Schuhkarton.

6. Nachhaltig einkaufen

Nachhaltiger Schulbedarf gesucht? Filzstifte, Deckfarben und Schreibstifte mit Miene gibt’s auch zum Nachfüllen. Nicht alle Hersteller bieten das allerdings an. Vor dem Kauf ist es also ratsam, beim Fachhandel nachzufragen. Vor allem zum Schulstart macht eine Anschaffung von nachfüllbaren Stiften Sinn. „Die Kinder gehen ja nicht nur ein Jahr in die Schule.“, so Gaigg. „Es ist dann nicht der erste Einkauf der günstigste, aber auf Dauer zahlt es sich aus.“ Und neben dem Geldbeutel wird langfristig auch noch die Umwelt geschont.

7. Einkaufslisten-Check

Klassenlehrer*innen verteilen kurz vor Schulbeginn eine Liste der Materialien, die jedes Kind für den Unterricht benötigt. Bevor unnötige Dinge gekauft und Gelder verschwendet werden, heißt es abwarten. Erst wenn die Liste da ist, sollten Eltern loslegen, alles Nötige zu besorgen. Wichtig ist es hier, zuerst den eigenen Heimbestand zu prüfen. Die meisten Kinder haben bereits vor Schulbeginn Stifte zu Hause herumliegen. Und auch die heimische Bastelsammlung hat manchmal noch einiges zu bieten, was auch in der Schule dringend benötigt wird. Pinsel oder der Wassermalkasten müssen dann gegebenenfalls nur noch gereinigt oder vereinzelt ausgetauscht werden. Insgesamt kann man so 10 bis 20 Euro sparen, weiß Daniela Gaigg.

8. Sparen mit der Schultüte

Symbolbild: Schultüte
Erster Schultag: Sparen mit der Schultüte
obe geo, dpa, Oliver Berg

Klar, um Kosten zu minimieren, kann die Schultüte einfach selbst gemacht werden, statt sie teuer zu erwerben. Genauso wichtig ist aber auch ihre Befüllung. Wer weniger Süßigkeiten in die Schultüte steckt, hat mehr Platz für Schulutensilien, die das Kind ohnehin benötigt. Kleine Unterrichtsmaterialien und brauchbare Geschenke lassen sich perfekt innerhalb der Tüte verstauen und ersetzen weniger nützliche Spielereien – sehr zur Freude des Geldbeutels.