Mit Stichverletzungen in Ahrensburger Asylunterkunft

38-Jähriger lässt Ehefrau zwei Tage tot in Wohnung liegen

Polzisten bei der Grenzkontrolle
Polizisten bei der Grenzkontrolle. (Symbolbild)
deutsche presse agentur

Bei der Ausreise kommt es raus

Als die Polizei am Dienstag zur Flüchtlingsunterkunft in Ahrensburg fahren soll, rechnen die Beamten schon mit dem Schlimmsten. Tatsächlich entdecken sie dort die Leiche einer 23-jährigen verheirateten Frau aus Afghanistan. Ihr Körper weist laut Mitteilung der Polizei und Staatsanwaltschaft zahlreiche scharfe Verletzungen auf.

Ehemann: Sie soll sich selbst getötet haben

Die Hinweise auf die Leiche kommen zuvor vom 38-jährigen Ehemann. Der Afghane wird am Dienstagmorgen bei der Ausreise aus Deutschland von bayrischen Polizeibeamten in einem Reisebus mit dem Fahrtziel Mailand kontrolliert. Ihnen berichtet er, dass seine Ehefrau tot in der gemeinsamen Wohnung in Ahrensburg liege. Angeblich hätte sie sich selbst getötet und das schon vor zwei Tagen.

38-Jähriger in Haft

Den Ehemann der Toten nehmen die Beamten wegen des Verdachts des Totschlags vorläufig fest. Ob der 38-Jährige auf der Flucht war und warum er zwei Tage lang verschwieg, dass seine mutmaßliche Ehefrau tot ist, müssen jetzt die Ermittlungen klären. Nach ersten Einschätzungen eines Rechtsmediziners spricht nichts dafür, dass die junge Frau sich die Verletzungen selbst beigebracht haben könnte. Am Mittwoch wird der Leichnam obduziert. (nid)