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Aschaffenburg: Betrunkene Schiffsbesatzung auf dem Main gestoppt - 65-jähriger Steuermann fällt über Bord

Schiffsbesatzung ist knüllevoll

Polizei stoppt Güterschiff auf dem Main

Am Montag Abend (1. August) stoppte die Polizei ein Güterschiff auf dem Main. Der 65-jährige Steuermann war so betrunken, dass er beim Festmachen über Bord fiel.
Am Montagabend (1. August) stoppte die Polizei ein Güterschiff auf dem Main. Der 65-jährige Steuermann war so betrunken, dass er beim Festmachen über Bord fiel: Symbolbild
DPA

Auf einem Güterschiff bei Aschaffenburg auf dem Main schaute die Besatzung etwas zu tief ins Glas. So tief, dass der 65-jährige Steuermann beim Festmachen im Industriehafen Aschaffenburg-Nilkheim sogar über Bord fiel – mit mehr als ein Promille. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Mittwoch (3. August) mitteilte, war der Wasserschutzpolizei am Montag Abend (1. August) ein Schiff mit „ungewöhnlicher Fahrweise“ aufgefallen.

Sie kennen keinen Halt

Nach dem Seegang des Steuermanns untersagte die Polizei am Montagabend (1. August) die Weiterfahrt an diesem Tag, denn auch der Kapitän hatte 1,5 Promille Alkohol im Blut. Am nächsten Morgen kontrollierte die Polizei das Schiff vorsichtshalber noch einmal: „Die gleiche Besatzung hatte offensichtlich wieder reichlich Alkohol getrunken und sogar noch höhere Alkoholwerte als tags zuvor“, so die Polizei.

Das Frachtschiff liegt nun im Hafen und kann erst mit neuer Besatzung weiterfahren. Da der Kapitän und der Steuermann keinen Wohnsitz in Deutschland haben, wurden hohe Sicherheitsleistungen angeordnet. Das bedeutet, dass Geldbeträge eingezogen werden, um ein Strafverfahren zu gewährleisten – eine Art Pfand sozusagen. Außerdem wurde das seemännische Patent der beiden Herren sichergestellt. Das ist wie ein Bootsführerschein. (hdi)