Schöne Schei*e

Anwohner genervt: Stare koten Wiesbaden voll

10. Januar 2022 - 12:37 Uhr

Autos und Gehwege - Stare machen vor nichts Halt

Hunderte Stare belagern auch dieses Jahr wieder die Wiesbadener und machen alles voll – Autos, Gehwege. Und laut sind die gefiederten Freunde auch noch. Ganz schlimm betroffen war die Adolfsallee. Jetzt sind die Schmutzfinken umgezogen, aber zum Leidwesen der Anwohner nicht aufs Land. Wie es in der hessischen Landeshauptstadt aussieht, das sehen Sie im Video.

Anwohner leiden unter Gestank : "Ich bin schon aus meinem Schlafzimmer ausgezogen."

"Das große Problem ist, dass die 2000 Stare, die jetzt mittlerweile fast ein halbes Jahr in unserem Efeu nächtigen, jede Menge Starenkot hinterlassen und das nach einiger Zeit so stinkt, dass sie eigentlich gar nicht mehr lüften können.", erzählt eine Anwohnerin angesprochen auf das Star-Problem. Aber nicht nur der Gestank macht den Wiesbadenern zu schaffen. Auch der unglaubliche Lärm und die Hygienebedingungen bringen sie an ihre Grenzen: "Also das ist unerträglich. Ich bin schon aus meinem Schlafzimmer ausgezogen und schlafe jetzt der Straße zu, weil das hier ist ja kein Zustand."

Den Anwohnern in der Yorckstraße in Wiesbaden stinkt's: Krisenbesprechung im Hof, in dem sich die Stare inziwschen häusliche eingerichtet haben und alles vollkoten.
Den Anwohnern in der Yorckstraße in Wiesbaden stinkt's: Krisenbesprechung im Hof, in dem sich die Stare inziwschen häusliche eingerichtet haben und alles vollkoten.
© RTL

Jahrelange Plage - Auch Böller helfen nicht

Vor vier Jahren begann die ganze Misere: Hunderte der Vögel machten sich auf der Durchreise Richtung Süden ihre "Toiletten-Pause" in Wiesbadens Parks und auf Spielplätzen – und wiederholten das Ritual nun jährlich. Solange es warm genug ist, bleiben die Vögel bei ausreichendem Nahrungsangebot an einem Ort.

Lese-Tipp: Tausende Stare kacken Wiesbaden voll - Stadt reagiert mit Böllern und Warnschreien

"Es riecht hier wie im Zoo", sagt Wiesbadens Vogelschutzbeauftragter schon damals im RTL-Interview – und fährt 2020 harte Geschütze auf: Böller sollen den Staren das Leben auf Wiesbadens Straßen und Bäumen ungemütlich machen. "Das hat wunderbar funktioniert. Wir können ganz gezielt, wenn der Scharm ankommt, Böller zünden, sodass die merken, das gilt uns. Immer wenn wir uns nähern, knallt es", erklärt Oliver Weirich.

Doch das scheint nur eine Problemverlagerung: Die Stare verziehen sich zwar aus den öffentlichen Parkanlagen – aber finden im kuscheligen Efeu der Anwohner-Gärten ihre neue Schlaf- und Kotstelle. Stare sind eben Gewohnheitstiere, so schnell wird Wiesbaden die ungeliebten Gäste wohl leider nicht wieder los… (npa)