7. Juni 2019 - 14:20 Uhr

Werden Sie aktiv - oder suchen Sie Experten, die den Wechsel für Sie übernehmen

Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, dass ein Strom- oder Gasanbieterwechsel richtig Geld spart. Wer jahrelang beim Stammanbieter bleibt, verschenkt unter Umständen mehrere Hundert Euro pro Jahr. Dabei ist ein Wechsel eigentlich ganz einfach. Sie müssen sich auch gar nicht selbst durch den Tarifdschungel kämpfen und Verträge kündigen - mittlerweile gibt es diverse Wechselanbieter (wie remind.me, Wechselpilot und andere), die das gratis übernehmen und für Kunden immer wieder die besten Preise oder Boni herausholen. Wichtig ist allerdings, dass Sie ein paar Dinge beachten - und nicht in die Werbefalle tappen.

Was Sie beim Anbieterwechsel beachten sollten

Regel 1
Eine Grundregel für alle, die langfristig Geld im Haushalt sparen möchten, lautet: Entweder immer wechseln oder nie! Einmal oder gelegentlich zu wechseln, ist nicht sinnvoll, da der Preis nach dem ersten Jahr ansteigt. Warum? Der Neukunden-Bonus aus dem ersten Jahr fällt weg und Preiserhöhungen werden oft unsauber kommuniziert.

Regel 2
Sie möchten trotzdem nur gelegentlich den Versorger wechseln? Dann sollten Sie unbedingt die Preise ab dem zweiten Jahr (sprich: ohne Boni) vergleichen! So wird schnell klar, was wirklich günstig ist und was nicht.

Regel 3
Vorsichtig sein bei unbekannten unglaublich GÜNSTIGEN Anbietern – da kann die Ersparnis sehr schnell sehr teuer werden (wenn der Anbieter nämlich plötzlich in die Insolvenz geht und man dann in der Grundversorgung hängt und gegebenfalls seinen Bonus nicht mehr bekommt).

Angesichts der vielen Strom- und Gasanbieter, die es inzwischen auf dem Markt gibt, raten die Finanzexperten der Stiftung Warentest übrigens dazu, lieber auf einen Wechselservice zu setzen, als selbst nach dem besten Partner zu suchen. Es gibt einfach zu viele mögliche Tarif-Optionen und verdeckte Kooperationen zwischen den Akteuren am Markt, um den Überblick zu behalten. Ein weiterer Pluspunkt für Wechselservice-Anbieter: Teilweise sind deren Kunden vor Schäden durch den Wechsel versichert - für den Fall, dass doch mal etwas schief läuft.