ESC-Gewinner von 2009

Alexander Rybak war 11 Jahre süchtig nach Schlaftabletten und Antidepressiva

So glücklich wie bei seinem Sieg des „Eurovision Song Contest“ 2009 war Alexander Rybak  nicht immer.
So glücklich wie bei seinem Sieg des „Eurovision Song Contest“ 2009 war Alexander Rybak nicht immer.
© dpa, A3417 Ulrich Perrey

04. Juni 2020 - 16:57 Uhr

Für Alexander Rybak war der ESC-Sieg kein „Fairytale“

2009 sorgt Alexander Rybak (34) mit seinem Song "Fairytale" für DEN Hit des Jahres und gewinnt sogar den 54. "Eurovision Song Contest". Danach verändert sich sein Leben, nur nicht zum Positiven. Bei Instagram macht der Norweger jetzt ein schockierendes Geständnis: "Ich habe mit einem Geheimnis gelebt. Seit 11 Jahren bin ich süchtig nach Schlafmitteln und Antidepressiva."

„Am Ende hat es mein Leben fast ruiniert“

Die Aussage kommt überraschend, denn Alexander Rybak ist eigentlich ein Strahlemann. Die Tablettensucht beginnt harmlos, schreibt er. "Aber am Ende hat es mein Leben fast ruiniert. Diesen Januar habe ich mit der Reha begonnen und nach und nach fühlte ich mich wieder wie ich." Erst nach einiger Zeit merkt er, wie sehr ihm die Sucht wirklich zusetzt: "In den letzten Jahren haben mich die Pillen schwach und ängstlich gemacht. Es betraf nicht nur mein Gehirn, sondern auch meine Muskeln und meinen Magen."

Mit seinen offenen Worten will er Süchtigen helfen

Nicht nur körperlich wird Alexander Rybak immer schwächer, auch sein Umfeld leidet unter seiner Sucht. "Es hat meine Beziehungen zu Menschen zerstört, aber vor allem fast meinen Lebenswillen."

Es sind ehrlich Worte, die anderen Menschen helfen sollen. Alexander Rybak weiß, "dass es viele gibt, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben." Daher wird er in den nächsten Wochen seine Erfahrungen teilen, um anderen Menschen Mut zu machen.