Aus dem Kochbuch "What the Hack" von Margit Proebst

3 schnelle Rezepte mit dem Alleskönner Hackfleisch

Käse-Lauch-Suppe mit Hack aus "What the Hack" - die geht immer
Käse-Lauch-Suppe mit Hack aus "What the Hack" - die geht immer
© Christian Verlag/ shutterstock Dar 1930

15. April 2021 - 10:02 Uhr

Was koche ich heute? Was mit Hack!

Hackfleisch-Gerichte sind der Allrounder, nicht nur in der deutschen Küche: Hack gibt's überall zu kaufen, man kann es ratzfatz selbst machen oder hat notfalls noch welches eingefroren im Tiefkühlschrank. Es ist schnell durchgebraten. Und im Zweifelsfall können sich alle drauf verständigen, sogar die Kinder. Wir zeigen Ihnen drei Hack-Gerichte, die jeder auf die Schnelle hinkriegt. Und natürlich kann man sie auch mit veganem Hack nachkochen: Käse-Lauch-Suppe – nicht nur auf Partys der Hit, der britische Pub-Klassiker Shepherd's Pie und Sloppy Joe, die schnelle Alternative zum Burger mit Patty. Alles aus dem Kochbuch "What the Hack"* 🛒 von Margit Proebst.

Tipps zur Verarbeitung und Lagerung von Hackfleisch

Eins vorweg: Am besten ist Hackfleisch, wenn es so kurz wie möglich vor der Verarbeitung durch den Fleischwolf gedreht wurde. Zeit spielt so eine große Rolle, weil durch die "Würstchenstruktur" sich die Oberfläche des zerkleinerten Fleisches vergrößert – und auf der größeren Fläche können sich mehr Keime vermehren.

  • Wer einen Fleischwolf* 🛒 oder einen Fleischaufsatz für die Küchenmaschine daheim hat, kann sich sogar das Fleischstück aussuchen und damit auch Fettgehalt und Textur bestimmen – und natürlich, wie fein oder wie grob das Fleisch zerkleinert wird. Frischer geht's nicht, wenn Sie zum Beispiel aus einem Rindersteak frisches Tartar machen wollen, das Sie stilecht mit Eigelb und Dijon-Senf servieren.
  • Wenn Sie beim Metzger oder an der Fleischtheke im Supermarkt einkaufen, können Sie fragen, ob man Ihnen Ihr Tartar frisch durchdreht mit dem Hinweis, dass Sie es roh verzehren möchten. Ansonsten wird das Hackfleisch in Geschäften mit großem Umsatz aber ohnehin alle paar Stunden neu durchgedreht.
  • Und auch wenn Sie das Hack durchgegart verzehren wollen, sollten Sie so schnell wie möglich und an warmen Tagen am besten in einer Kühltasche nach Hause transportieren, an der kältesten Stelle des Kühlschranks aufbewahren (in der Regel ist das hin in der untersten Schublade) und am selben Tag noch verbrauchen.
  • Wer Hack auf Vorrat kaufen möchte, kann zu Hack greifen, das "unter Schutzatmosphäre verpackt" wurde. Beachten Sie das Verfallsdatum ("verbrauchen bis"): Das ist bei Hackfleisch ernst gemeint und nicht zu verwechseln mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf anderen Frischprodukten oder gar Trocken- oder Dosenlebensmitteln.
  • Wenn Sie es nicht schaffen, das frische Hack am Tag selbst oder das abgepackte bis zum Verbrauchsdatum zu verarbeiten, können sie es anbraten und gekühlt bis zum nächsten Tag aufbewahren. Dann bitte vor dem Verzehr noch mal durcherhitzen.
  • Oder sie frieren das rohe Hackfleisch ein – am besten in mehreren kleine Portionen, die Sie in Gefrierbeuteln gleichmäßig flach drücken (am besten einen schweren, großen Topf obendrauf stellen). So taut es schneller auf oder lässt sich gleichmäßiger in gefrorenem Zustand anbraten, wenn's schnell gehen soll. Vielen Menschen schmeckt das frische Hackfleisch allerdings besser.

Hackfleisch gibt es in deutschen Supermärkten meist als gewürztes Schweine-Mett, als Schweine- oder Rinderhackfleisch oder als gemischtes Hack aus Schwein und Rind. Tartar ist Rinderhackfleisch mit besonders geringem Fettanteil. Setzten Sie am besten auf Bio-Qualität oder Haltungsform 4.

Versuchen Sie doch auch mal Lammhack (gibt es frisch bei türkischen und arabischen Metzgern und manchmal auch tiefgefroren im Discounter oder Supermarkt). Oder das geschmacklich weniger intensive Hühnerhackfleisch, das sich toll in Thai-Gerichten macht. Das wird wegen der schnellen Verderblichkeit in der Regel nicht frisch angeboten. Es lässt sich daheim aber aus Hühner- oder Putenbrustfilet ganz einfach selbst herstellen. Man braucht dafür übrigens nicht mal einen Fleischwolf, sondern kann das Fleisch mit einem scharfen Messer kreuz und quer fein hacken oder auch im Blitzhacker zerkleinern. In leicht angefrorenem Zustand geht das noch besser. Wichtig: Hühnerhackfleisch immer ganz durchgaren.

Die folgenden Rezepte stammen aus dem Buch "What the Hack – die 50 besten Hackfleisch-Rezepte aus aller Welt" von Margit Probst – von Maultaschen über Buletten und Burger bis zu Spaghetti Bolognese zeigt die Autorin viele Klassiker, aber auch internationale Spezialitäten wie Köttbullar, asiatischen Reisnudelsalat, Chili con carne oder japanische Gyozas.

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Rezept für Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch

Aufgewärmt um Mitternacht auf Partys schmeckt die Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch am besten. Aber weil sie so schön schnell geht und trotz weniger Zutaten richtig satt macht, eignet sie sich auch für ein schnelles Mittag- oder Abendessen für Singles oder für die ganze Familie.

für 4 Personen – Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

400 g Lauch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 EL neutrales Pflanzenöl
400 g Rinderhackfleisch
200 ml trockener Weißwein
500 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe
250 g Schmelzkäse
150 g flüssige Sahne
Salz, frisch gemahlener Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss

  1. Den Lauch längs aufschneiden, gründlich waschen und fein schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch abziehen und fein hacken.
  2. Öl in einem Topf erhitzen und das Hackfleisch bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten unter regelmäßigem Rühren krümelig anbraten. Den Lauch dazugeben und kurz mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Mit dem Weißwein und der Brühe ablöschen und zum Kochen bringen. Den Schmelzkäse und die Sahne unterrühren und die Suppe zugedeckt bei schwacher Hitze unter gelegentlichem Umrühren ca. 10 Minuten köcheln lassen.
  4. Die Käse-Lauch-Suppe vor dem Servieren noch einmal mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzig abschmecken.

TIPP: Der Weißwein kann ersetzt werden durch weitere Brühe und einen Spritzer Zitronensaft plus etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone. Dazu passt geröstetes Brot.

Burger ohne Patty, sondern mit Hack: Sloppy Joe
Sloppy Joe - ein Burger braucht nicht unbedingt eine festes Fleisch-Pattie
© Christian Verlag/ shutterstock Milly Kay.

Rezept für Sloppy Joe

Der schlampige Joe, ein Klassiker der US-Küche, ist schneller gemacht als ein Hamburger, weil das Formen der Patties entfällt. Wer will, kann den Sloppy Joe auch noch mit Salat, Käse oder weiteren Saucen pimpen.

für 4 Personen – Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehen
1 grüne Paprikaschote
1 Strauchtomate
1 EL Butterschmalz oder Pflanzenöl
400 g Rinderhackfleisch
200 g stückige Tomaten
1 EL brauner Zucker
2 EL Tomatenketchup
1 EL Dijonsenf (optional)
1 EL Worcestershiresauce
4 Burger-Buns
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

  1. Die Zwiebel und den Knoblauch abziehen und hacken. Die Paprikaschote waschen, entkernen und klein würfeln. Die Tomate waschen, quer halbieren und die Samen entfernen, das Fruchtfleisch klein schneiden und dabei den Stielansatz entfernen.
  2. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch mit der Zwiebel und dem Knoblauch 4 bis 5 Minuten unter Rühren krümelig anbraten.
  3. Die Paprikaschote, alle Tomaten und den Zucker dazugeben und alles 10 bis 15 Minuten unter gelegentlichem Rühren sämig einkochen lassen.
  4. Das Tomatenketchup und, falls gewünscht, den Senf unterrühren und mit Worcestershiresauce, Salz und Pfeffer würzig abschmecken.
  5. Die Burger-Buns aufschneiden und die Schnittflächen in einer Pfanne oder auf dem Blech im Backofen anrösten.
  6. Die Hackfleischsauce auf die unteren Hälften gegeben und mit den oberen Hälften abdecken. Mit einem Spieß feststecken und servieren.

TIPP: Für eine pikantere Variante kann das Hackfleisch mit Chiliflocken oder Jalapeño-Ringen gewürzt werden.

Shepherd's Pie ist super zur Resteverwertung
Shepherd's Pie ist eins der Highlights der britischen Küche
© Christian Verlag/ shutterstock Anna Shepulova

Rezept für Shepherd's Pie

Die britische Küche hat nicht den besten Ruf – völlig zu Unrecht. Kennen Sie Shepherd's Pie? Mega lecker! Wird in England traditionell mit Lamm gemacht, geht aber auch mit Rind oder gemischtem Hack

Für 4 Personen – Zubereitungszeit ca. 50 Minuten

800 g mehlig kochende Kartoffeln
100 g Erbsen (TK)
1 große Zwiebel
1 Möhre
1 bis 2 Stangen Staudensellerie
500 g Hackfleisch (am besten Lamm und Rind gemischt)
400 g geschälte Tomaten
4 bis 5 Zweige frischer Thymian
80 ml Vollmilch
30 g geriebener Cheddar
60 g Butter plus etwas mehr für die Form
Worcestershiresauce
Salz, frisch geriebene Muskatnuss und frisch gemahlener Pfeffer

  1. Kartoffeln schälen, würfeln und in einem Topf mit gesalzenem Wasser 12 bis 15 Minuten kochen
  2. Die Erbsen auf einem Teller antauen lassen. Die Zwiebel abziehen und fein hacken. Die Möhre schälen, den Staudensellerie waschen und putzen und beide klein würfeln.
  3. Das Hackfleisch in eine kalte, beschichtete Pfanne geben und erhitzen. Unter gelegentlichem Rühren 8 bis 10 Minuten anbraten. Die Zwiebeln, die Möhren, den Staudensellerie und die Erbsen dazugeben und 2 Minuten mitbraten. Die Tomaten unterrühren.
  4. Den Thymian waschen, die Blättchen abstreifen, hacken und hinzufügen. Alles zugedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Umrühren einkochen lassen.
  5. Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 180 Grad Umluft vorheizen.
  6. Katoffeln abgießen und fein zerstampfen. Die Milch erhitzen und mit dem geriebenen Cheddar und der Hälfte der Butter unterrühren. Mit Salz und einer Prise Muskat abschmecken. Eine ofenfeste Form mit etwas Butter ausstreichen. Die Hackfleischmasse mit Salz, Pfeffer und Worcestershiresauce würzig abschmecken und in der Form verteilen. Das Kartoffelpüree darauf verteilen und die restliche Butter in Flocken oben drauf setzen. Auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten überbacken, dabei in den letzten 5 Minuten den Grill zuschalten, damit die Oberfläche leicht bräunt.

TIPP: Shepherd's Pie ist die perfekte Resteverwertung, denn statt der Erbsen und Möhren (oder zusätzlich) kann man andere Gemüse wie in Butter gebratene Champignons und Kräuter wie Petersilie verwenden oder das Püree-Topping aus Kartoffeln vom Vortag stampfen. Notfalls geht auch Kartoffelpüree aus der Tüte, wenn's mal ganz fix gehen soll.

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