Starke Bilder mit Handy oder Spiegelreflexkamera machen

3 Profi-Tricks für schöne Fotos: Was Drittregel & Co. bringen

Professionelle Fotografen nutzen den Goldenen Schnitt oder die Drittregel für tolle Bilder.
Professionelle Fotografen nutzen den Goldenen Schnitt oder die Drittregel für tolle Bilder.
© iStockphoto

07. Juli 2021 - 11:02 Uhr

Einfache Foto-Hacks, die Ihre Schnappschüsse auf ein neues Level heben

von Isabel Michael

"Fotos machen kann doch jeder!" Das stimmt schon, doch für ästhetisch ansprechende Bilder ist ein gewisses Know-how in Sachen Fotografie auf jeden Fall von Vorteil. Wer diese drei einfachen Profi-Tipps beachtet, wird schon bald einen gewaltigen Unterschied beim Betrachten seiner Fotos feststellen. Die wirken dann nämlich sehr viel professioneller und harmonischer. Das Geheimnis liegt in der Verschiebung des Hauptmotives.

Foto-Trick 1: Die Drittregel

Damit das Hauptmotiv nicht in den Mittelpunkt des Bildes rückt, verwenden professionelle Fotografen die Drittregel, den Goldenen Schnitt und die Goldene Spirale. Sehr einfach umsetzbar ist die Drittregel, die das Bild im Verhältnis 2:3 aufteilt. Vor allem Anfänger im Bereich der Fotografie sollten sich erst einmal auf die Drittregel konzentrieren, bevor sie zu den anderen Tricks übergehen. Mithilfe der Drittregel wirken die Bilder lebendiger und spannender.

  • Dafür unterteilen Sie Ihr Bild horizontal und vertikal in jeweils drei gleiche Teile. Somit ergeben sich neun gleich große Flächen.
  • Bei der Drittregel sollte das Hauptmotiv immer entlang einer Linie verlaufen. Alternativ kann es auch am Schnittpunkt zweier Linien liegen.

Übrigens ist in den meisten Kameras eine solche Unterteilung einstellbar. Suchen Sie dazu einfach nach "Gitterlinien" im Menü. Achtung: Nicht alle Kameras sind in diesem Punkt gleich. Manche zeigen die Gitterlinien nach der Drittregel an, andere wiederum nach dem Goldenen Schnitt.

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Foto-Trick 2: Der Goldene Schnitt

Wussten Sie, dass Menschen deren Gesichts- und Körperproportionen dem Goldenen Schnitt entsprechen, attraktiver wirken? Auch werden Fotos meist als deutlich harmonischer empfunden, wenn sie im Goldenen Schnitt geschossen wurden. Das liegt daran, dass dieses Verhältnis auch in der Natur sehr häufig vorkommt. Beim Goldenen Schnitt handelt es sich um zwei ungleich große Abschnitte im Verhältnis 1:1,618. Die vertikalen und horizontalen Linien sind mittiger als dies bei der Drittregel der Fall ist. Doch wie genau setzt man den Goldenen Schnitt um?

  • Auch hier können Sie die "Gitterlinien" als Schablone in Ihrer Kamera verwenden, insofern diese sich am Goldenen Schnitt orientieren. Ist das bei Ihnen nicht der Fall, können Sie Monitorschutzfolien auf Ihre Kameradisplay kleben und die Linien nach dem Goldenen Schnitt mit einem Permanentmarker aufmalen.
  • Wie bei der Drittregel wird das Hauptmotiv an den Schnittpunkten und Linien ausgerichtet. Das heißt, Sie fotografieren beispielsweise eine Person entlang der senkrechten Linien oder die untergehende Sonne im Schnittpunkt.

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Foto-Trick 3: Die Fibonacci-Spirale (oder auch Goldene Spirale)

Bei der Fibonacci-Spirale handelt es sich um eine Variante des Goldenen Schnittes, weshalb Sie auch Goldene Spirale genannt wird. So können Sie ebenso einen harmonisch wirkenden Fokus in Ihren Bildern setzen. Dazu wird ein Rechteck im Verhältnis 1:1,618 nach dem Goldenen Schnitt geteilt. Man erhält dann ein Quadrat als größere Fläche. In diese kann man nun einen Viertelkreis malen. Dasselbe macht man anschließend mit den anderen Flächen, sodass am Ende eine Art Spirale entsteht.

  • Das klingt komplizierter als es ist, denn um die Goldene Spirale umzusetzen, können Sie im Internet einfach transparente Schablonen downloaden und zur Bildbearbeitung benutzen.
  • Dazu legen Sie die Schablone einfach über das Bild und richten es nach dieser aus. Das Hauptmotiv liegt in der kleinsten Drehung der Spirale, während die anderen Bestandteile des Bildes dem Pfad der Spirale folgen.
  • Für mehr Abwechslung in Ihren Bildern können Sie die Fibonacci-Spirale auch drehen.

Aber: Kreativität ist auch wichtig

Sie können mithilfe dieser drei Regeln Ihre Bilder spannender und abwechslungsreicher gestalten. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich von nun an starr daran halten müssen. Auch mittig geschossene Fotos haben durchaus ihre Berechtigung und können das gewisse Etwas haben.

Außerdem bringen Sie in vielen Fällen gerade dann etwas Individuelles in Ihr persönliches Fotoalbum, wenn Sie zwar diese Tricks im Hinterkopf behalten, aber auch mal ab und an bewusst damit brechen. Letztendlich kommt es immer auf den Gesamteindruck an, den ein Foto erzeugt. Deswegen müssen Ihre Fotos für einen tollen Eindruck immer nicht exakt der Drittregel, dem Goldenen Schnitt oder der Fibonacci-Spirale entsprechen.

Und nach dem Knipsen? Das Beste aus den Bildern machen!

Oft lagern Tausende von Schnappschüssen auf unseren Speicherkarten oder in der digitalen Cloud, aber angeschaut werden sie selten. Warum? Sicher auch, weil vielen Menschen bei der digitalen Bildersammlung das Gefühl fehlt, etwas in der Hand zu haben – mal abgesehen vom Smartphone. Das gute alte Fotoalbum mit selbst eingeklebten Bildern ist Geschichte, aber es gibt moderne Varianten: Fotodienste machen Erinnerungen greifbar, beispielsweise als Fotobuch, Wandbild oder in Form eines persönlichen Kalenders voller schöner Schnappschüsse.

Früher mussten wir einen Film mit Fotos zur Entwicklung ins Fotostudio bringen, heute laden wir einfach Bilder am Computer hoch, bestellen sie per Mausklick und bekommen die fertigen Bilder bequem nach Hause geliefert (und zwar nur die besten Bilder in bester Qualität). Was früher ebenfalls Profis vorbehalten war: Fotos verbessern. Aber auch das ist jetzt deutlich simpler – mit der Fotoservice-Software holen Sie sogar auf dem Smartphone oder am Tablet des Beste aus den Bildern heraus.

Es gibt genügend Optionen, um das Beste aus dem Smartphone-Fotospeicher zu machen. Und das zum vergleichsweise kleinen Preis.

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