22 Jahre nach Hilals Verschwinden

20.000 Euro Belohnung für Hinweise

VHH unterstützt Suche nach vermisster Hilal
VHH unterstützt Suche nach vermisster Hilal
© dpa, Daniel Reinhardt, dan cul

16. Juni 2021 - 15:14 Uhr

Motivation für mögliche Zeugen

Mehr als 22 Jahre nach dem Verschwinden der kleinen Hilal aus Hamburg-Lurup hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von bis zu 20.000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Wie die Staatsanwaltschaft Hamburg RTL Nord mitteilte, sei dies nun ein weiterer Versuch den Fall aufzuklären. Deshalb sei die Summe von bisher 5000 auf bis zu 20.000 Euro erhöht worden. Ziel sei es, Zeugen zu einer Aussage zu motivieren, die sich eventuell bewusst nicht an die Polizei gewandt hätten.

Polizei verfolgt neue Spur

Es gelte als wahrscheinlich, dass die damals zehnjährige Hilal im Januar 1999 auf einem Parkplatz vor einem Einkaufszentrum entführt worden sei, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Ein Verdacht, den Hilals Familie schon länger hat – dem bisher aber nicht nachgegangen wurde.

"Es freut mich und meine Familie, dass die Staatsanwaltschaft unserem langjährigen Verdacht jetzt nachgegangen ist, dass meine Schwester in ein Auto gezerrt wurde. Nachbarn hatten uns schon vor langer Zeit gesagt, dass es sich um einen blauen BMW handelte", sagt Hilals Bruder Abbas Ercan gegenüber RTL Nord.

Zuletzt hatte die Polizei mit einer Bus-Aufdruck erneut auf den Fall aufmerksam gemacht.

Bisher ein Verdächtiger im Fall Hilal

Am 27. Januar 1999 wurde Hilal Ercan zuletzt gesehen. Auch die größte Suchaktion der Hamburger Nachkriegsgeschichte hat bisher keine neuen Erkenntnisse gebracht. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln seit nun mehr als 22 Jahren. Dirk A. gilt bis heute als einziger Verdächtiger in dem Vermisstenfall Hilal. (fst)

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