Grusel-Fund in NiedersachsenJetzt gibt's 15.000 Euro Belohnung für Hinweise zum geköpften Wolf

29.03.2023, Hessen, Hanau: Ein Wolf steht in seinem Gehege im Tierpark. In freier Wildbahn nimmt die Zahl der Wölfe deutschlandweit kontinuierlich zu. Das Wolfszentrum Hessen lädt zu einer Informationsveranstaltung für Herdentierhalter zum Thema Herdenschutz vor dem Wolf. Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der abgetrennte Wolfskopf sorgt bei Tierschützern für Entsetzen. (Symbolbild)
brx mre, dpa, Boris Roessler

Es ist grausame Tierquälerei: Mit Stock im Maul und herausgeschnittener Zunge ist am Karfreitag (7. April) ein abgetrennter Wolfskopf vor dem Artenschutzzentrum in Leiferde (Landkreis Gifhorn) drapiert worden. Jetzt hat der Verein Wolfsschutz-Deutschland seine Belohnung erhöht: 15.000 Euro gibt es für Hinweise, die zum Ergreifen der Täter führen.
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Belohnung von 3000 Euro auf 15.000 Euro erhöht

Möglich ist die Mega-Belohnung nur dank eines Großspenders, der auch selbst aktiv bei dem Fall unterstützt. Die Vorsitzende des Vereins Wolfsschutz-Deutschland, Brigitte Sommer, ist immer noch schockiert. Für sie zeige dieser brutale Vorfall, wie weit Hass gehen könne. „Der Vorfall wirkt wie die abstoßende Tat eines Triebtäters auf den Betrachter“, sagt sie. Außerdem fragt sie sich, wie wenig Empathie und Menschlichkeit jemand besitze, der zu etwas Derartigem in der Lage ist.

Kein Zusammenhang zu totem Wolf auf Gifhorner Parkplatz

Bereits im März dieses Jahres wurde ein Wolfskörper auf einem Gifhorner Pendlerparkplatz gefunden. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen kann aber nach neusten Erkenntnissen ausgeschlossen werden. Und es war nicht die erste Wolfsquälerei. Seit 2018 gab es im Gifhorner Landkreis insgesamt drei illegale und sehr brutale Wolfs-Tötungen. Die Täter sind bis heute auf freiem Fuß. Dabei stehen Wölfe in Deutschland unter strengem Schutz. Wer ihnen nachstellt, sie fängt, verletzt oder gar tötet, wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und einer Geldbuße bis zu 50 000 Euro bestraft. (Verein Wolfsschutz-Deutschland/adr)

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