"Good Morning America"-ModeratorChristopher Reeves Sohn Will macht Hodenkrebsdiagnose öffentlich

Will Reeve hat ein schweres Jahr hinter sich. Der Sohn von "Superman"-Star Christopher Reeve macht öffentlich, dass er an Krebs erkrankt war. Die Behandlung führte ihn ausgerechnet an einen Ort, der untrennbar mit dem Tod seiner Mutter verbunden ist.
"Good Morning America"-Moderator Will Reeve (34) ist in diesem Frühjahr an Hodenkrebs erkrankt. Das hat der 34-Jährige dem US-Magazin "People" erzählt. Der Krebs hatte bereits auf Lymphknoten im Bauchraum gestreut. Seit einer Kontrolluntersuchung am 8. September gilt der Sohn des 2004 verstorbenen "Superman"-Darstellers Christopher Reeve als krebsfrei.
Entdeckt hat Reeve die Veränderung unter der Dusche. Einen Knoten an einem seiner Hoden habe er zunächst nicht ernst genommen und angenommen, "dass es nichts ist oder wieder weggeht". Seine Frau Amanda Dubin Reeve ließ nicht locker. Sie drängte ihn zum Arzt, ein Ultraschall brachte schließlich Gewissheit.
Sechsstündige Operation im Juni
Im Mai wurde Reeve der betroffene Hoden entfernt. Weitere Untersuchungen zeigten dann, dass der Krebs die Lymphknoten im Bauch erreicht hatte. Im Juni folgte eine sechsstündige Operation, um sie zu entfernen. Danach begann Reeve eine Chemotherapie.
Behandelt wurde er im Memorial Sloan Kettering. Genau dort war vor 20 Jahren seine Mutter Dana Reeve an Lungenkrebs gestorben. "Die Ironie ist mir nicht entgangen", sagt Reeve. Er habe das Leben seiner beiden Eltern gleichzeitig erlebt: als Krebspatient aus erster Hand das, was seine Mutter durchgemacht hatte. Und zugleich die letzten neun Lebensjahre seines Vaters, der von Dana und der Familie gepflegt wurde.
Seine Frau erinnert ihn an seine Mutter
An seiner eigenen Seite stand Amanda Dubin Reeve. Sie erinnere ihn "seit dem Tag, an dem ich sie kennengelernt habe" in vielerlei Hinsicht an seine Mutter, erzählt Reeve. Nun habe sie die Rolle als Ehefrau und Pflegerin übernommen.
Christopher Reeve war 1995 vom Pferd gestürzt und seither vom Hals abwärts gelähmt. Will war damals zwei Jahre alt. Gemeinsam mit seiner Frau setzte sich der Schauspieler für die Erforschung von Rückenmarksverletzungen ein und gründete die Christopher and Dana Reeve Foundation. Er starb 2004 mit 52 Jahren, Dana zwei Jahre später mit 44. In der 2024 erschienenen Doku "Super/Man: The Christopher Reeve Story" würdigte Will seine Eltern zusammen mit seinen Geschwistern Matthew und Alexandra.
"Mir wird es gut gehen"
Genau dieses Vorbild habe ihn bewogen, seine Geschichte zu teilen. "Ich wurde dazu erzogen, über die eigenen Kämpfe zu sprechen, wenn das anderen helfen kann", sagt Reeve. Er habe sein Leben lang Liebe und Unterstützung erfahren, von Familie, Freunden und Fremden. "Mir wird es gut gehen."
(stk/spot)


