Schwierige Situation in OsloMarius darf zu König Haralds Beerdigung – doch Trumps möglicher Besuch sorgt für Sicherheitsfragen

Diese Konstellation ist knifflig.
Marius Borg Høiby sitzt in Untersuchungshaft und wurde bereits zu vier Jahren Haft verurteilt – das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Trotzdem darf er unter Auflagen zur Beerdigung seines Zieh-Großvaters König Harald V. Sollte auch US-Präsident Donald Trump nach Oslo kommen, wird das zur besonderen Herausforderung für dessen Secret Service: Denn verurteilte Straftäter dürfen dem Präsidenten nicht zu nahe kommen.
Marius darf unter Auflagen an Beerdigung teilnehmen
Für Marius Borg Høiby ist es ein emotionaler Termin. Der 29-Jährige durfte bereits Ende August gemeinsam mit seiner Familie den Sarg seines Zieh-Großvaters tragen. Auch bei der Beerdigung soll er dabei sein dürfen – unter elektronischer Überwachung.
Marius befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Zudem wurde er im Juni zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt, unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen. Die schwersten Vorwürfe bestreitet er. Weil er Berufung eingelegt hat, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.
Wie nun bekannt wurde, hat Marius einer Verlängerung seiner Untersuchungshaft um weitere vier Wochen zugestimmt. Sie läuft demnach bis zum 7. Oktober.
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Was passiert, wenn auch Donald Trump kommt?
Kompliziert könnte die Sicherheitsplanung werden, sollte Donald Trump tatsächlich zur Beerdigung nach Oslo reisen.
Ein US-Präsident reist mit einem enormen Sicherheitsapparat. Nach Einschätzung eines früheren norwegischen Botschafters könnten insgesamt 200 bis 300 Menschen zu Trumps Delegation gehören – darunter Mitarbeiter des Secret Service und der US-Regierung.
Für die Sicherheitskräfte stellen sich deshalb zahlreiche Fragen: Wo sitzt Marius? Wie nah könnte er Trump kommen?
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Marius und Trump dürften grundsätzlich im selben Raum sein
Ein automatisches Verbot, wonach Marius sich nicht im selben Raum wie der US-Präsident aufhalten dürfte, gibt es dem Bericht zufolge allerdings nicht.
Dennoch könnten die amerikanischen Sicherheitskräfte darauf drängen, dass sich der 29-Jährige während der Zeremonie nicht in unmittelbarer Nähe Trumps befindet - der wiederum recht weit vorn sitzen dürfte. In den USA gilt das Prinzip, dass verurteilte Straftäter nicht in die Nähe des Präsidenten kommen dürfen.
Sollte der US-Präsident seine Teilnahme bestätigen, wären deshalb entsprechende Absprachen zwischen den norwegischen und amerikanischen Behörden notwendig. Wer letztlich an der Trauerfeier teilnimmt und wo die Gäste sitzen, entscheidet jedoch Norwegen.
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Oslo bereitet sich auf historischen Großeinsatz vor
Unabhängig von einer möglichen Teilnahme Trumps steht Norwegen vor einer außergewöhnlichen Sicherheitsaufgabe. Zur Beerdigung König Haralds werden zahlreiche Royals sowie internationale Staats- und Regierungschefs erwartet.
Polizei, Militär, Außenministerium und weitere Behörden bereiten sich deshalb gemeinsam auf die Trauerfeier vor. Laut dem Bericht könnte daraus das größte Sicherheitskonzept in der Geschichte Norwegens werden.
Ob Donald Trump tatsächlich darunter sein wird, bleibt zunächst abzuwarten. Klar ist aber schon jetzt: Für die Sicherheitskräfte in Oslo wird der 9. September ein außergewöhnlicher Tag.
Verwendete Quelle: Blick


