Das Wichtigste in Kürze
- Ein Bleaching beim Zahnarzt kostet laut Verbraucherzentrale (Stand Mai 2025) je nach Methode insgesamt 300 bis 1.000 Euro.
- Am günstigsten ist das Home-Bleaching mit Schienen aus der Praxis, am teuersten die Aufhellung mit Lampe oder Laser auf dem Behandlungsstuhl.
- Die gesetzliche Krankenkasse zahlt keine dieser Methoden, weil eine Zahnaufhellung rein kosmetisch ist.
- Mehr als ein kleines Budget gibt auch eine Zahnzusatzversicherung nicht, etwa Mehr Zahn Kompakt von Barmenia Gothaer mit 250 Euro alle zwei Kalenderjahre.
Was kostet ein Bleaching beim Zahnarzt?
Was Sie für ein Bleaching zahlen, bestimmt vor allem die Methode. Die Verbraucherzentrale nennt für das Home-Bleaching 200 bis 400 Euro und für die Aufhellung mit Lampe in der Praxis 600 bis 800 Euro. Alle Preise in der Tabelle stammen von dort, Stand Mai 2025.
| Methode | So läuft sie ab | Preis laut Verbraucherzentrale |
|---|---|---|
| Home-Bleaching | Die Praxis fertigt Schienen nach Ihrem Gebiss an, Sie tragen sie zu Hause mit einem Gel aus Carbamidperoxid. | 200 bis 400 Euro |
| In-Office-Bleaching | Die Praxis trägt das Bleichmittel auf, das Zahnfleisch ist abgedeckt, meist über mehrere Termine. | 30 bis 70 Euro je Zahn |
| Power-Bleaching mit Lampe | wie In-Office, Wärme aus der Lampe beschleunigt die Wirkung | 600 bis 800 Euro |
| Laser-Bleaching | wie In-Office, ein Laser liefert die Wärme | bis 1.000 Euro |
| Internes Bleaching | für einen einzelnen Zahn, der nach einer Wurzelbehandlung dunkel geworden ist; das Mittel kommt in den Zahn | nicht beziffert |
| Strips und Gele aus der Drogerie | zum Aufkleben oder Aufpinseln, mit stark begrenztem Wirkstoff | nicht beziffert |
Home-Bleaching oder Praxis?
Für die meisten, die ihre Zähne insgesamt ein paar Nuancen heller haben wollen, halten wir das Home-Bleaching für den vernünftigen Einstieg. Es kostet am wenigsten, die Praxis kontrolliert trotzdem Gel und Schienen, und Sie behalten die Schienen für eine spätere Auffrischung.
Die Aufhellung in der Praxis lohnt sich, wenn es schnell gehen soll, etwa vor einem bestimmten Termin. Achten Sie beim In-Office-Bleaching auf die Einheit: Der Preis gilt je Zahn, und ein Lächeln zeigt mehr Zähne, als die meisten im Kopf haben. Lassen Sie sich deshalb sagen, wie viele Zähne die Praxis bleichen will, bevor Sie den Betrag vergleichen.
Das interne Bleaching ist ein Sonderfall. Es geht um einen einzelnen, abgestorbenen Zahn, der dunkler ist als seine Nachbarn, und die Praxis öffnet ihn dafür und verschließt ihn danach provisorisch.

Wer darf Zähne bleichen: Drogerie, Kosmetikstudio oder Zahnarzt?
Produkte aus der Drogerie dürfen seit Ende 2012 höchstens 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid enthalten, und mit dieser Konzentration hellen sie kaum auf. In der Zahnarztpraxis kommen Mittel mit 0,1 bis 6 Prozent zum Einsatz.
Mittel mit mehr als 0,1 Prozent gibt es nur über den Zahnarzt, die erste Anwendung findet in der Praxis statt, und Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein. So hat es das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zusammengefasst.
Kosmetikstudios, die stärkeres Bleaching anbieten, bewegen sich auf dünnem Eis. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main untersagte einer zahnmedizinischen Fachassistentin, in ihrem Zahnkosmetikinstitut mit Mitteln über 6 Prozent Wasserstoffperoxid zu bleichen. Die Bundeszahnärztekammer sieht darin die Bestätigung, dass Bleaching eine zahnärztliche Leistung ist.
Wir raten vom Studio-Bleaching ab. Entweder ist das Mittel schwach und Sie zahlen für wenig Wirkung, oder es ist stark und niemand hat vorher Ihre Zähne untersucht.
Was vor dem Bleaching geklärt sein muss
Vor jedem Bleaching steht eine zahnärztliche Untersuchung, denn Karies, Parodontitis und undichte Kronenränder müssen zuerst behandelt werden. Sonst kann das Bleichmittel in den Zahn eindringen und den Nerv reizen.
Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt außerdem, die Zähne vorher professionell reinigen zu lassen. Das hat einen angenehmen Nebeneffekt: Eine professionelle Zahnreinigung entfernt oberflächliche Verfärbungen, und manchmal ist das Ergebnis danach schon hell genug.
Faustregel: Erst reinigen, dann entscheiden. Was nach der Zahnreinigung noch zu dunkel ist, ist die eigentliche Aufgabe für das Bleaching.
Kronen und Füllungen hellen nicht mit auf. Sitzt eine Zahnkrone im sichtbaren Bereich, wirkt sie nach dem Bleaching womöglich dunkler als die Zähne daneben. Fragen Sie vorher, ob das bei Ihnen passiert und ob danach eine neue Krone oder Füllung fällig wäre: Diese Folgekosten stehen in keiner Bleaching-Preisliste.
Sind Zähne stark verfärbt oder beschädigt, kommen statt eines Bleachings auch Veneers in Frage, dünne Schalen, die auf die Zahnoberfläche geklebt werden. Die Praxis sollte Ihnen Alternativen nennen, bevor Sie sich festlegen.
Zahlt die Krankenkasse oder eine Zahnzusatzversicherung das Bleaching?
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt kein Bleaching, weil eine Zahnaufhellung keine medizinische Notwendigkeit hat. Einige Zahnzusatzversicherungen geben dafür ein festes Budget, das sich alle zwei oder drei Jahre erneuert.
Nicht jeder Tarif hat einen solchen Topf. Bei ottonova ist Bleaching ausgeschlossen, und DA Direkt beteiligt sich laut eigenem Ratgeber nicht.
Rechenbeispiel: eine Aufhellung, ein Budget von 250 Euro
Wie weit ein Budget trägt, zeigt das höchste in unserem Vergleich: 250 Euro alle zwei Kalenderjahre bei Mehr Zahn Kompakt. Gegen die Preise der Verbraucherzentrale gestellt, sieht das so aus:
| Methode | Preis laut Verbraucherzentrale | Was das Budget leistet |
|---|---|---|
| Home-Bleaching | 200 bis 400 Euro | am unteren Ende der Spanne alles, am oberen Ende zahlen Sie den Rest |
| Power-Bleaching mit Lampe | 600 bis 800 Euro | 250 Euro, der größere Teil bleibt bei Ihnen |
| Laser-Bleaching | bis 1.000 Euro | 250 Euro, der Großteil bleibt bei Ihnen |
Kurz gesagt: Das Budget bezahlt ein Home-Bleaching, eine Aufhellung in der Praxis bezuschusst es nur.
Interessant wird der Topf über die Jahre. Weil er sich regelmäßig erneuert und ein Bleaching nicht ewig hält, passt er gut zu einer Auffrischung mit den Schienen, die Sie ohnehin schon zu Hause haben.

Welche Zahnzusatzversicherung zahlt Bleaching?
Die Tarife unten geben ein festes Bleaching-Budget, und wir haben sie nach Höhe und Bedingungen sortiert. Barmenia Gothaer steht vorn, weil Mehr Zahn Kompakt in jeder Tarifstufe 250 Euro zahlt. maxcare und HanseMerkur geben 200 Euro, jeweils nur in einer bestimmten Stufe. Die DFV passt zu Ihnen, wenn Sie einen gemeinsamen Topf für Zahnreinigung und Aufhellung wollen. Bis auf HanseMerkur verlangen die Tarife hier keine Wartezeit.
| Tarif | Budget fürs Bleaching | Rhythmus | Bedingung |
|---|---|---|---|
| Barmenia Gothaer Mehr Zahn Kompakt 70, 80, 90 und 100 | 250 Euro | je zwei Kalenderjahre | zahnärztlich begleitet, zählt in die Leistungsgrenzen der ersten Jahre |
| maxcare Exklusiv | 200 Euro | je zwei Versicherungsjahre | nur in der Stufe Exklusiv |
| HanseMerkur Zahn Vorsorge Top Plus | 200 Euro | je zwei Kalenderjahre | nur in Top Plus, mit Wartezeit |
| DFV-ZahnSchutz | je nach Stufe 100 bis 200 Euro pro Kalenderjahr, geteilt mit der Prophylaxe | Aufhellung alle drei Kalenderjahre | derselbe Topf zahlt auch die Zahnreinigung |
Barmenia Gothaer: 250 Euro in jeder Stufe von Mehr Zahn Kompakt
Mehr Zahn Kompakt zahlt alle zwei Kalenderjahre 250 Euro für eine Aufhellung, und zwar in jeder der vier Stufen. Voraussetzung ist, dass die Aufhellung zahnärztlich begleitet wird; ein Drogerie-Set, das Sie allein anwenden, reicht dafür nicht.
Das Budget zählt in die Leistungsgrenzen der ersten Vertragsjahre, im ersten Jahr insgesamt 1.000 Euro für alle Leistungen. Ein Bleaching kurz nach Abschluss verbraucht also einen Teil des Spielraums, den Sie vielleicht für eine Füllung oder Krone brauchen.
Weil das Budget in allen Stufen gleich ist, sollte es nicht über die Stufe entscheiden. Die wählen Sie danach, wie viel Ihnen der Tarif beim Zahnersatz erstatten soll. Wir halten Mehr Zahn Kompakt für die beste Wahl, wenn Ihnen ein Bleaching-Zuschuss wichtig ist.
maxcare: 200 Euro, aber nur im Tarif Exklusiv
maxcare Exklusiv zahlt 200 Euro je zwei Versicherungsjahre für eine Zahnaufhellung. Die kleineren Stufen zahlen dafür nichts. Versicherungsjahre laufen ab Ihrem Vertragsbeginn, nicht ab Januar, und das macht die Planung einfacher: Zwei Jahre nach Abschluss ist der Topf wieder voll.
Wir empfehlen maxcare Exklusiv, wenn Sie ohnehin einen leistungsstarken Tarif suchen und das Bleaching als Zugabe sehen. Nur für die Aufhellung abschließen würden wir ihn nicht.
HanseMerkur: 200 Euro im Tarif Zahn Vorsorge Top Plus
HanseMerkur Zahn Vorsorge Top Plus zahlt 200 Euro je zwei Kalenderjahre für eine Aufhellung, und dazu hat der Tarif ein eigenes Budget für die professionelle Zahnreinigung. Damit decken Sie Zahnreinigung und Aufhellung über einen einzigen Tarif ab. Der Tarif hat allerdings eine Wartezeit, und den Bleaching-Zuschuss gibt es nur in der Stufe Top Plus.
Wer regelmäßig zur Zahnreinigung geht und ab und zu aufhellen will, ist hier richtig.
DFV: Ein Topf für Zahnreinigung und Aufhellung
Im DFV-ZahnSchutz gibt es je nach Stufe 100 bis 200 Euro pro Kalenderjahr für Prophylaxe, und aus diesem Topf darf alle drei Kalenderjahre auch eine Zahnaufhellung bezahlt werden. Was Sie im selben Jahr für die Zahnreinigung ausgeben, fehlt dem Bleaching.
Das ist flexibel, aber kein eigenes Bleaching-Budget. Wir sehen die DFV deshalb an letzter Stelle, wenn die Aufhellung Ihr Hauptgrund ist, und weiter vorn, wenn Sie vor allem einen Vorsorgetopf wollen.
Wie lange hält ein Bleaching, und was verlängert es?
Ein Bleaching hält im besten Fall mehrere Jahre, manche Zähne dunkeln aber schon nach einigen Monaten wieder nach. Wie lange es bei Ihnen hält, hängt laut Verbraucherzentrale an der Methode, an Ihrer Mundhygiene und am Zustand Ihrer Zähne.
Den größten Einfluss haben Sie selbst. Kaffee, Tee, Rotwein und Tabak gehören zu den häufigsten Ursachen für Verfärbungen, und wer sie reduziert, behält das Ergebnis länger. Regelmäßige Zahnreinigungen entfernen neue Beläge, bevor sie sich festsetzen.
Planen Sie die Auffrischung mit, wenn Sie die Kosten überschlagen: Ein Bleaching ist selten ein einmaliger Betrag.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Erst nach der Untersuchung kann Ihr Zahnarzt sagen, ob Ihre Zähne für ein Bleaching geeignet sind, welche Methode und Konzentration zu Ihnen passt und was die Aufhellung in seiner Praxis kostet.
Häufige Fragen zu den Bleaching-Kosten
Was kostet ein Bleaching beim Zahnarzt?
Ein Bleaching beim Zahnarzt kostet laut Verbraucherzentrale (Stand Mai 2025) je nach Methode insgesamt 300 bis 1.000 Euro. Bietet Ihnen die Praxis ein In-Office-Bleaching an, fragen Sie nach der Zahl der Zähne, denn dort wird je Zahn abgerechnet.
Zahlt die Krankenkasse ein Bleaching?
Nein, die gesetzliche Krankenkasse zahlt kein Bleaching, auch nicht anteilig. Ein vollständiges Bonusheft ändert daran nichts, denn der Bonus erhöht nur den Zuschuss zum Zahnersatz.
Tut Bleaching weh?
Ein Bleaching kann unangenehm werden: Die häufigste Nebenwirkung ist laut Bundeszahnärztekammer eine vorübergehende Überempfindlichkeit der Zähne auf Wärme, Kälte oder Berührung. Bei starken Schmerzen brechen Sie die Behandlung sofort ab und melden sich in der Praxis.
Ab welchem Alter darf man Zähne bleichen?
Bleichmittel mit mehr als 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid dürfen nur an Menschen ab 18 Jahren abgegeben werden, und die erste Anwendung findet beim Zahnarzt statt. Jüngere haben damit nur Zugang zu Drogerieprodukten, die kaum aufhellen.
Was sollte man nach dem Bleaching essen und trinken?
Nach dem Bleaching schützen Sie das Ergebnis, wenn Sie stark färbende Getränke und Tabak meiden, vor allem Kaffee, Tee und Rotwein. Wie lange Ihre Praxis eine solche „weiße Diät“ empfiehlt, erfahren Sie dort; fragen Sie am besten direkt nach der Behandlung.
