RTL kennt die DetailsDas bedeutet der Uber-Deal für den 1. FC Köln

Geht mit diesem Partner alles schneller und einfacher?
Der 1. FC Köln bekommt einen neuen starken Partner an seine Seite. Uber steigt beim FC ein – und die Zusammenarbeit soll weit über klassische Bandenwerbung hinausgehen. Im Gespräch mit RTL.de erklären FC-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld und Klub-Legende Stephan Engels, warum der Deal für Köln so wichtig ist. Und plötzlich geht es sogar um Europa.
Beim 1. FC Köln bewegt sich etwas – und diesmal nicht nur auf dem Platz

Mit Uber bekommt der Bundesligist einen neuen Partner. Für den Fahrdienstvermittler ist es das erste große Engagement dieser Art im deutschen Fußball. Für den FC wiederum ist die Zusammenarbeit ein weiterer Schritt bei der eigenen Vermarktung. Und die Partnerschaft sollen die Fans durchaus zu spüren bekommen. Gerade an Heimspieltagen kennen viele Fans das Problem: Rund um das RheinEnergieSTADION ist jede Menge los. Tausende Menschen sind gleichzeitig unterwegs, Straßen sind voll und die An- und Abreise kann entsprechend dauern.
Uber soll die Anreise zum FC erleichtern
Genau dort soll die neue Partnerschaft auch ganz praktisch helfen. Uber und der FC richten rund um das Stadion feste Pick-up- und Drop-off-Zonen ein. Statt dass Fahrer und Fahrgäste sich irgendwo im Spieltagsverkehr suchen müssen, gibt es klar definierte Treffpunkte zum Ein- und Aussteigen. Die Hoffnung: eine einfachere An- und Abreise. Und besonders wichtig für FC-Fans: pünktlich zur Hymne da sein.
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„Fußball bewegt Menschen – und wir möchten allen Fans ein stressfreies und komfortables Stadionerlebnis ermöglichen. Dieses beginnt nicht erst am Einlass, sondern schon mit der Anreise“, erklärt Uber-Deutschland-Chef Christoph Weigler. Zum Start der Partnerschaft wird außerdem ein mobiles „Uber Budchen“ im kölschen Look durch Köln fahren.
FC-Geschäftsführer: „Wir müssen jeden Euro selbst verdienen“
Für den FC ist der Deal aber mehr als eine neue Mobilitätslösung. Geschäftsführer Philipp Liesenfeld sieht darin auch eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg im Bereich Vermarktung. „Dass sich eine globale Marke wie Uber im deutschen Fußball engagiert und diesen Weg gemeinsam mit dem 1. FC Köln geht, macht uns sehr stolz“, sagt Liesenfeld.
Der FC setzt verstärkt auf Eigenvermarktung und will Partner nicht einfach nur auf einer Bande präsentieren. Stattdessen sollen individuelle Aktionen und Geschichten entstehen.
Neue Einnahmen sind für einen Club, der ohne Investoren oder große externe Geldgeber auskommen möchte, besonders wichtig. Liesenfeld bringt es im Gespräch mit RTL.de ziemlich deutlich auf den Punkt: „Wir müssen jeden Euro selbst verdienen.“
Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren sieht der Geschäftsführer den Verein inzwischen allerdings wieder auf einem guten Weg. Der FC habe sich nach der Corona-Phase stark entwickelt und sei mittlerweile wieder investitionsfähig. Und irgendwann soll es vielleicht noch eine Nummer größer werden.
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Wann geht es für den FC wieder nach Europa?
Eine internationale Expansion ist für Liesenfeld aktuell noch kein Thema, das ganz oben auf der Liste steht. Zunächst müsse sich der Verein sportlich wieder dauerhaft in der Bundesliga etablieren. Der Fokus liegt deshalb bewusst auf dem deutschen Markt.
Doch neben ihm bei der UBER-Probefahrt sitzt einer, der den 1. FC Köln noch aus ganz anderen Zeiten kennt. FC-Legende Stephan Engels erinnert sich an Jahre, in denen die Kölner regelmäßig international unterwegs waren. An Barcelona, an England und Italien. Als Nationalspieler war Engels rund um den Globus unterwegs.
Und wenn es um eine Rückkehr nach Europa geht, macht Engels eine erstaunlich einfache Rechnung auf. Eine Qualifikation über die Bundesliga ist schwer, das weiß auch Engels. Es gibt aber auch noch einen anderen Weg: Den DFB-Pokal.
Und da braucht es laut Engels gar nicht so viel! „Du musst nur mal sechs Spiele gewinnen […] im DFB-Pokal. Dann sind wir auch wieder europäisch“, träumt die FC-Legende. Ein Satz, der bei vielen FC-Fans vermutlich sofort Kopfkino auslöst.
Klassenerhalt bleibt das wichtigste Ziel
So weit voraus will die aktuelle FC-Führung allerdings noch nicht schauen. Liesenfeld macht deutlich: „Das primäre Ziel ist der Klassenerhalt.“ Wenn dann noch mehr geht, hat beim FC natürlich niemand etwas dagegen. Vor allem aber will der Verein seine Fans mit leidenschaftlichem Fußball begeistern.
Auch Engels schaut mit viel Zuversicht auf die Mannschaft. Er sei „sehr optimistisch”, dass der FC in dieser Saison früher den Blick weg von den Abstiegsplätzen richten könne. Der Weg zurück nach oben soll beim FC also Schritt für Schritt erfolgen: wirtschaftlich weiter stabilisieren, sportlich in der Bundesliga festsetzen. Und dann darf irgendwann tatsächlich wieder von Europa gesprochen werden.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche




