Es betrifft so viele SportlerSchwimm-Heldin Britta Steffen verrät, wie sie einer „Post-Olympia-Depression” entkam!

So offen spricht die Sportwelt selten!
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina werden momentan jeden Tag neue Sporthelden gekürt. Währenddessen öffnen in der ARD-Doku „Die Last der Spiele – Druck. Leere. Post-Olympia-Depression?“ , gleich mehrere Olympioniken ihr Herz und sprechen offen über ihre Gefühlswelt nach den Siegen und Spielen. Mit RTL.de spricht Ex-Schwimm-Queen Britta Steffen (42) darüber, wie es ihr nach den größten Triumphen ging.
Britta Steffen über Olympiasieg: „Ich war voller Glück und Stolz”
Rückblick: 2008 wird sie in Peking gleich zweifache Olympiasiegerin. Die Ex-Schwimmerin beschreibt: „Ich war voller Glück und Stolz. Nach dem ersten Sieg musste ich mich gleich auf die nächste Strecke konzentrieren und konnte auch dort gewinnen.“ Zugleich betont sie: „Anschließend war ich wahnsinnig müde und kaputt. Ich hatte unglaublich viele mediale Anfragen, die ich alle absagte, weil ich spürte, jetzt muss Ruhe kommen, sonst falle ich um. Auch als man mir sagte, dass mich dieser Rückzug um viel Aufmerksamkeit und Geld bringen würde, wusste ich, was ich wollte, das hatte ich erreicht: Ich war Olympiasiegerin, das bleibt für immer.“
Ein Gefühl der Ohnmacht, über das sie damals nicht spricht und auch heute noch immer wenige Athletinnen und Athleten sprechen. Bis jetzt. In der ARD-Doku mit Esther Sedlaczek berichtet unter anderem die mehrfache Dressur-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl über ein Gefühl der Leere. „Emotional war es so, dass ich nichts mehr gefühlt habe“, sagt von Bredow-Werndl. Weiter heißt es: „Ich habe noch nie in meinem Leben so eine Leere gespürt. Am Peak meines Sportlerlebens angekommen, sitze ich da und habe das Gefühl gehabt: Ich bin eigentlich gar nichts wert.“
„Jeder Vierte fällt nach Olympia in ein psychisches Loch“, berichtet Sedlaczek in dem Beitrag, in dem immer wieder das Stichwort „Post-Olympia-Depression“ fällt.
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Steffen selbst entgeht einer „Post-Olympia-Depression”. Einerseits, weil sie sich schnell wieder neue Ziele setzt. „Ich habe zwischenzeitlich den Blick auf mein Studium gerichtet und auch da versucht, meinem Ziel (dem Abschluss des Studiums) näherzukommen”, erklärt Steffen. Zugleich holt sie sich schnell psychologische Hilfe. Ich war und bin super dankbar, dass ich Frau Dr. Janofske (Psychologin/Verhaltenstherapeutin) an meiner Seite wusste, sodass ich fast vermute, dass mich die Arbeit mit ihr vor einem tiefen Fall/Loch bewahrt hat.“
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Britta Steffen sieht positive Entwicklung in der Förderung der mentalen Gesundheit
Nach ihrer sportlichen Laufbahn machte Steffen einen Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen (Umwelt und Nachhaltigkeit) und einen Master of Science im Bereich „Human Resources Management”. Heute gilt sie als Expertin für mentale Stärke und Nachhaltigkeit und hält regelmäßig Vorträge. Zudem arbeitet sie am Olympiastützpunkt Berlin im Bereich der Laufbahnberatung und beschäftigt sich mit dem Thema „mentale Gesundheit”.
Steffen weiter: „Aus meiner Sicht hat sich viel zum Guten entwickelt, viele Athlet:innen betrachten die Sportpsychologie positiv und nutzen gern die Möglichkeiten. Ich freue mich sehr darüber, denn klar, der Körper bringt die Leistung, aber der Kopf muss blitzklar dabei sein.”
Umso wichtiger ist es daher zugleich, dass Sportlerinnen und Sportler auch in der Öffentlichkeit ohne Angst über das Thema sprechen können...
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche; ARD


















