Mund zuhalten? Ihr fliegt raus!WM-Hammer: Diese Geste kann Rot geben!

February 17, 2026, Lisbon, Lisboa, Portugal: Gianluca Prestianni of SL Benfica seems with Vinicius Junior of Real Madrid CF during the UEFA Champions League 2025/26 League Knockout Play-off First Leg match between SL Benfica and Real Madrid C.F. at Estadio do SL Benfica on February 17, 2026 in Lisbon, Portugal. Lisbon Portugal - ZUMAl192 20260217_zsp_l192_002 Copyright: xMiguelxLemosx
Die neue Regel kommt auch wegen dieser Szene zwischen Real Madrid und Benfica Lissabon.
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Platzverweis wegen Geheimnistuerei
Gemeine Worte hinter vorgehaltener Hand? Bei der Fußball-WM im Sommer soll es das nicht mehr geben. Laut einer neuen Regel wird solch eine Handlung bei dem Mega-Turnier mit Rot bestraft. Auch eine weitere Neuerung kommt.

Der Grund für die neue Regel

Rote Karte gegen Gewalt: Immer wieder kommt es im Amateurfußball auch zu Spielabbrüchen. (Symbolbild)
Rot für Heimlichtuerei - diese Regel gilt bei der Fußballweltmeisterschaft im Sommer zum ersten Mal.
Patrick Seeger/dpa

Nach einer Forderung von FIFA-Präsident Gianni Infantino hat das International Football Association Board (IFAB) beschlossen, dass Profis, die sich in einer Auseinandersetzung mit Gegenspielern den Mund zuhalten, bei der Fußball-WM im Sommer mit der Roten Karte bestraft werden können. Das gab das IFAB nach einer Sondersitzung im kanadischen Vancouver bekannt. Auslöser war die Aufregung um Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon, der Vinicius Junior von Real Madrid im Playoff-Duell der Champions League rassistisch beleidigt haben soll und sich dabei das Trikot vor den Mund gezogen hatte. „Es muss vermutet werden, dass ein Spieler etwas gesagt hat, das er nicht hätte sagen dürfen - sonst hätte er seinen Mund nicht bedecken müssen“, sagte Infantino zuletzt. Eine Hinausstellung sei eine Maßnahme, „die wir ergreifen müssen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen Rassismus ernst meinen“. Ob die Regel auch in anderen Wettbewerben wie beispielsweise der Bundesliga oder der Champions League zur Geltung kommt, ist zunächst den Organisatoren überlassen.

Wer das Spiel abbricht, hat verloren

Mit einer weiteren Regelanpassung reagierte das IFAB auf die Vorkommnisse beim Afrika-Cup-Finale zwischen Marokko und dem Senegal. Nach einem späten Elfmeterpfiff für Marokko hatten Senegals Spieler beim chaotischen Endspiel Mitte Januar in Rabat aus Protest den Platz zwischenzeitlich verlassen erst nach längerer Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Senegal gewann nach Verlängerung, später wurde ihnen der Titel vom CAF wieder aberkannt. „Nach Ermessen des Veranstalters kann der Schiedsrichter jeden Spieler, der aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung das Spielfeld verlässt, mit einer Roten Karte bestrafen“, hieß es nun in der Mitteilung des IFAB. Diese neue Regel, die ebenfalls bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada erstmals zum Einsatz kommen wird, gelte auch für alle Offiziellen, die Spieler zum Verlassen des Spielfelds anstiften. Und: „Eine Mannschaft, die den Abbruch eines Spiels verursacht, verliert grundsätzlich das Spiel.“

Verwendete Quellen: dbe/sid