Forster feiert grandiosen Start!Gold-Wahnsinn bei Paralympics! Deutscher Star jubelt über Sieg

Milano Cortina 2026 Paralympics - Para Alpine Skiing - Women's Downhill Sitting - Tofane Alpine Skiing Centre, Belluno, Italy - March 07, 2026. Anna-Lena Forster of Germany in action REUTERS/Lisi Niesner
Milano Cortina 2026 Paralympics - Para Alpine Skiing - Women's Downhill Sitting - Tofane Alpine Skiing Centre, Belluno, Italy - March 07, 2026. Anna-Lena Forster of Germany in action REUTERS/Lisi Niesner
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Fünf Hundertstel rettet Anna-Lena Forster bei einem „sehr wilden“ Abfahrtsrennen ins Ziel – die 30-Jährige gewinnt damit schon ihr fünftes Paralympics-Gold. Am ersten Tag der Winterspiele sorgen zudem die Biathleten für weitere Medaillen.

Anna-Lena Forster knutschte ihre Goldmedaille ab, immer wieder hielt die Monoskiqueen ihre neuste Errungenschaft in die Kameras. Vor dem traumhaften Bergpanorama von Cortina d’Ampezzo genoss die Fahnenträgerin die Siegerehrung bei Kaiserwetter in vollen Zügen, am ersten Tag der Wettbewerbe der Paralympischen Winterspiele sorgte das deutsche Aushängeschild höchstpersönlich für einen goldenen Blitzstart des Team D.

Nur wenige Minuten später ließ Biathletin Anja Wicker mit Platz drei im Sprint über 7,5 Kilometer die nächste Medaille folgen, Marco Maier und Leonie Walter machten in Tesero das Bronze-Triple zum Start in die nordischen Disziplinen perfekt.

„Das war ein richtiger Krimi“, sagte Forster. Um fünf Hundertstel setzte sich die 30-Jährige aus Radolfzell in der Abfahrt der sitzenden Startklasse vor ihrer spanischen Weltcup-Konkurrentin Audrey Pascual Seco durch. In 1:25,79 Minuten war Forster nicht zu schlagen, das Podium komplettierte die Chinesin Sitong Liu (+5,48).

„Das Ergebnis ist perfekt. Das Rennen selber war sehr wild“, erklärte Forster ihre Ausreißer angesichts der aufgrund des Tauwetters schon etwas ramponierten Piste im Tofane Alpine Skiing Centre. Sie sei morgens „super nervös gewesen“, gab Forster zu. Ihr erster Triumph in der Abfahrt nach Silber in Peking vor vier Jahren ist ihr fünfter bei Winterspielen. Insgesamt fuhr Forster schon zehn Medaillen ein. „Das macht mich unheimlich stolz“, sagte sie.

Auch Wicker durfte einen starken Start bejubeln. „Es ist unglaublich, dass ich das gleich am ersten Wochenende geschafft habe, wenn die Eltern und Freunde da sind“, sagte die Stuttgarterin, die sich in der sitzenden Klasse der überragenden Amerikanerin Oksana Masters und deren Teamkollegin Kendall Gretsch geschlagen geben musste. Die 54-jährige Andrea Eskau kam beim Start ihrer neunten Paralympics auf Rang acht.

Für einen Hingucker sorgte Maier, der bei warmen Temperaturen in kurzer Hose in der stehenden Klasse das Podium komplettierte. Sein Vorsprung auf Rang vier betrug lediglich 0,2 Sekunden. Walter, die mit Guide Christian Krasman unterwegs war, schaffte trotz langer Schulterprobleme im Vorfeld der Spiele in der Klasse der Sehbehinderten den Sprung zu Bronze. Johanna Recktenwald, deutsche Para-Sportlerin des Jahres, belegte Rang fünf, Linn Kazmaier wurde Siebte.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft musste beim Paralympics-Comeback nach 20 Jahren im ersten Vorrundenspiel mächtig Lehrgeld zahlen. Gegen den Peking-Dritten China war die Auswahl um Fahnenträger Jörg Wedde beim 0:12 (0:5, 0:3, 0:4) in allen Belangen chancenlos.

Russland gewann seine ersten Medaillen bei den Paralympics unter eigener Flagge seit den Heimspielen von Sotschi 2014. Die alpine Skirennfahrerin Warwara Worontschichina kam in der Abfahrt der stehenden Startklasse auf Rang drei, wenig später legte Alexej Bugajew in der Männer-Klasse ebenfalls mit Bronze nach. Den Medaillenspiegel führt allerdings die Ukraine an. Das Land, das sich seit vier Jahren gegen Russlands Aggressionen wehrt, hat bereits dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze auf dem Konto.

Verwendete Quellen: ara/sid