Er entging nur knapp dem TodEx-Basketball-Trainer Herbert spricht über sein Herz-Drama

GER, Berlin, Basketball, Alba Berlin vs FC Bayern Basketball - in der Uber Arena, BBL, Spieltag 5, im Bild v.l.: Gordon Herbert FCB, Trainer, waehrend des briefings in der Ausszeit, 26.10.2025 *** GER, Berlin, Basketball, Alba Berlin vs FC Bayern Basketball in the Uber Arena, BBL, Matchday 5, in the picture from l Gordon Herbert FCB, Coach , during the briefing in the time-out, 26 10 2025 Copyright: HMBxMedia/UwexKoch
Gordon Herbert trainierte die Bayern bis Dezember 2025.
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Kurz vor seinem Aus bei den Basketballern des FC Bayern fehlt Trainer Gordon Herbert mehrere Wochen an der Seitenlinie. Nun spricht der Weltmeister-Coach über diese Zeit der schweren Erkrankung. Und erklärt, dass er sogar noch Glück hatte.

Basketball-Weltmeistertrainer Gordon Herbert hat rund vier Monate nach seiner Entlassung erstmals über seine schweren gesundheitlichen Probleme in seiner Zeit bei Meister Bayern München gesprochen. „Ich hatte großes Glück. Ich lag mit Myokarditis (eine Herzmuskelentzündung, Anm. d. Red.) und einem weiteren Herzschlag im Bett und fragte mich, ob ich das durchstehen könnte“, sagte der Kanadier dem Online-Portal basketball-world.news: „Das war schon sehr bedrohlich. Ich weiß, dass Menschen schon daran gestorben sind.“

Mitte Oktober 2025 stand Herbert, der die deutsche Nationalmannschaft 2023 sensationell zu WM-Gold geführt hatte, erstmals mit Maske an der Seitenlinie, im November fehlte er den Bayern für drei Wochen komplett. „Ich hatte Covid und habe darunter gelitten. Letztlich hatte ich Glück, weil die Ärzte bei mir einen zusätzlichen Herzschlag entdeckt und mich aus dem Verkehr gezogen haben“, sagte Herbert.

Es sei eine „schwere Zeit“ gewesen. „Ich habe die Arbeit als Trainer über meine eigene Gesundheit gestellt. Dafür habe ich einen Preis gezahlt. Es wurde wirklich schlimm und ich habe 16 bis 17 Stunden am Tag geschlafen. Ich war fast zweieinhalb Wochen im Bett“, sagte Herbert, der im Dezember zurückkehrte, nach einer Niederlagenserie in der Euro League dann aber kurz vor Weihnachten entlassen wurde.

Zuletzt unterzog sich der 66-Jährige einer Knie-OP, es gehe ihm „deutlich besser“. Ab Juli soll er nun die kanadische Nationalmannschaft trainieren. „Ich weiß noch nicht, ob ich es in Vollzeit mache oder noch einen Klub zusätzlich übernehmen möchte. Ich könnte mir durchaus auch ein weiteres Engagement in Europa vorstellen, gerne auch in Deutschland. Vielleicht ergibt sich in dieser Hinsicht in den kommenden Monaten etwas“, sagte Herbert.

Verwendete Quellen: ara/sid