Stars wie Pavlovic fallen ausDFB-Schock! Nagelsmanns WM-Pläne zerplatzen im Mittelfeld

21.03.2026, Borussia Dortmund vs. Hamburger SV, 1. Bundesliga, 27. Spieltag Felix Nmecha Borussia Dortmund, 8 verschiesst einen Elfmeter gegen Hamburgs Torwart Daniel Heuer Fernandes Wichtiger Hinweis: Gemaess den Vorgaben der DFL Deutsche Fussball Liga bzw. des DFB Deutscher Fussball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoaehnlichen Fotostrecken zu verwerten *** 21 03 2026, Borussia Dortmund vs Hamburger SV, 1 Bundesliga, Matchday 27 Felix Nmecha Borussia Dortmund, 8 misses a penalty against Hamburgs goalkeeper Daniel Heuer Fernandes Important note According to the regulations of the DFL German Football League and the DFB German Football Association, it is prohibited to use photographs taken in the stadium and / or of the game in the form of sequential images and / or video-like photo series Copyright: xBahhoxKarax
Für Felix Nmecha geht es doch nicht zur Nationalelf.
IMAGO/Kirchner-Media

Bundestrainer Julian Nagelsmann prophezeite bereits einen „super-komplexen“ Lehrgang mit dem DFB-Team. Mehrere Ausfälle bestätigen ihn nun schon vor dem ersten Training. Zwei Nachrücker müssen spontan integriert werden.

Als Julian Nagelsmann in seiner fränkischen Wohlfühloase ankam, war der „super-komplexe Lehrgang“ noch ein gutes Stück komplizierter geworden. Auch Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha müssen beim Start ins WM-Jahr passen, Nagelsmanns Mittelfeld und der Bayern-Block sind gesprengt, der Bundestrainer sieht seine Pläne durchkreuzt.

Statt Pavlovic (Hüftbeschwerden) und Nmecha (Außenband im Knie) begrüßte Nagelsmann in Herzogenaurach Angelo Stiller und dessen Stuttgarter Klubkollegen Chris Führich im Kreis der Nationalmannschaft. Jamal Musiala hatte schon vorher passen müssen, auch Nathaniel Brown (Fuß) und Jamie Leweling (Wade) sind angeschlagen. Dennoch ist der Bundestrainer wild entschlossen, aus den Länderspielen gegen die Schweiz am Freitag (20.45 Uhr/RTL) in Basel und drei Tage später gegen Ghana in Stuttgart (20.45 Uhr/ARD, beide auch im ntv.de-Liveticker) das Beste herauszuholen.

„Die Zeit, die wir haben, wollen wir maximal nutzen“, sagte er. Absagen, sekundierte Kapitän Joshua Kimmich im SWR, seien immer „bitter“, das ändere aber nichts an der Grundtugend: „Wir müssen heiß darauf sein, uns als Team weiterzuentwickeln, um bei der WM eine Rolle spielen zu können.“

Kimmich spielte damit auch auf die ungünstige Terminierung in der „Crunchtime“ bei den Vereinen an. Obwohl es bei den Klubs jetzt um Titel und Pokale gehe, müsse jeder „Bock“ auf die DFB-Elf haben, forderte er im Sinne des hohen WM-Ziels. Weltmeister, weiß auch Nagelsmann, werden schon Monate vor dem Turnier gemacht.

Und so hat er einen umfangreichen Plan zusammengestellt. Über allem stehen die „Rollengespräche“ vor allem mit den Spielern, die sich bei der WM mit einem Platz in der zweiten Reihe begnügen werden müssen. Darüber hinaus sollen die Neulinge Lennart Karl und Jonas Urbig sowie bislang selten erprobte Alternativen wie Anton Stach oder Josha Vagnoman „eine Plattform“ geboten bekommen.

Stachs Chancen sind nach den Absagen von Stammspieler Pavlovic und der ersten Sechser-Alternative Nmecha gestiegen. Für den Platz im „Herzstück“ neben Leon Goretzka hat Nagelsmann außer dem Profi von Leeds United noch Stiller und Pascal Groß als Optionen.

Fußballerisch will Nagelsmann in den nur vier richtigen Trainingseinheiten „nichts mehr experimentieren“, sondern die Abläufe „festigen“, die seine Elf durch eine holprige Qualifikation getragen haben. Zudem möchte er „ein paar Dinge aus der EM zurückzuholen, die wir als Erweiterung dazunehmen wollen“. Das Ziel: „Deutlich mehr Variabilität“ für das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada.

Dort, betonte der Bundestrainer, müsse seine Mannschaft „gewappnet sein“ für Unwägbares. Falls der Gegner „gut reagiert“ auf Plan A oder „wir keinen Top-Tag haben“, brauche es einen Plan B. Die Umstellung will Nagelsmann „super einfach“ halten und „von der einen Ordnung auf die andere mit genau zwei Positionswechseln“ umbauen.

Diese Flexibilität soll ausgleichen, dass der viermalige Weltmeister beim Griff nach dem fünften Stern laut Nagelsmann „nicht den besten Kader der Welt“ zur Verfügung habe. Umso wichtiger werden Teamgeist und Wille - Letzteren verspricht sich der Bundestrainer vor allem von seinen Münchnern. „Sie verkörpern eine ganz, ganz großartige Mentalität“, sagte er, „und eine Gier, jedes Spiel gewinnen zu wollen.“

Die noch sechs Bayern-Stars sollen „idealerweise“ zu „zwei Erfolgserlebnissen“ beitragen. Für den Fall, dass dies angesichts all der Widrigkeiten schief geht, hat Nagelsmann vorgebaut: „Dann“, betonte er, „bricht die Welt auch nicht zusammen.“ Wichtig ist bei der WM.

Verwendete Quellen: ara/sid