Patientenversorgung in GefahrViele Blutkonserven reichen nur noch „für knapp einen Tag”

Zu wenig Blut auf Reserve!
Winterwetter, Infektionswelle und Feiertage haben das Spendenaufkommen gedrückt – bei gleichzeitig ungebrochen hohem Bedarf an Blut in den Kliniken und Praxen. Der Blutspendedienst Nord-Ost warnt: Die Versorgung mit Blutpräparaten ist angespannt und könnte sich weiter zuspitzen.
Versorgungssicherheit mit Blut in Gefahr
Das Winterwetter hat nicht nur auf den Straßen Probleme bereitet – es hat auch massive Auswirkungen auf den Bestand der Blutreserven im Norden. Termine zum Blutspenden mussten abgesagt werden oder waren wegen Schnee und Glätte schlechter besucht: „Das macht sich bei den Blutspenden sehr schnell bemerkbar“, sagt Susanne von Rabenau vom Blutspendedienst Nord-Ost im Gespräch mit RTL. Besonders angespannt sei demnach die Versorgung der Blutgruppen 0 Rhesus positiv und negativ sowie A Rhesus negativ. „Wir können die Patientenversorgung bei diesen Gruppen nur für knapp einen Tag sicherstellen“, so von Rabenau.
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Präparate sind nur wenige Tage haltbar
Das Problem beim Blutspenden: „Wir können da nicht auf Reserve produzieren“, da die Präparate nur wenige Tage haltbar sind, erzählt die Sprecherin des Blutspendedienstes. Dabei werden diese so dringend benötigt. Allein in Schleswig-Holstein und Hamburg würden rund 500 Spenden täglich gebraucht, um den Bedarf zu decken. Die Feiertage und eine akute Erkältungswelle nehmen ebenfalls Einfluss auf die Versorgungssituation: „Weil natürlich nur, wer gesund und fit ist, Blut spenden kann.“
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Weit weg vom Normalzustand
Auch in Niedersachsen und Bremen sind die Vorräte niedrig. Hier reiche der Lagerbestand bei einigen Blutgruppen nur noch anderthalb Tage – dabei wären drei bis fünf Tage der Normalzustand, so Susanne von Rabenau. Sie appelliert an die Bevölkerung, zum Blutspenden zu gehen. Vielleicht sei das ja auch eine gute Möglichkeit, um „zum ersten Mal Blut spenden zu gehen?“
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, dpa




