Kann RTL helfen?Diesen Mietern drohen Nachzahlungen bis zu 10.000 Euro
Es ist ein Hilferuf verzweifelter Mütter aus einem Mietshaus in Würselen.
Sie und ihre Kinder leben seit zwei Jahren im Schimmel, die Hausverwaltung reagiert angeblich nicht. Dafür sollen sie auch noch tausende Euro Nebenkosten nachzahlen – und sie sind offenbar nicht die Einzigen!
Kann RTL den betroffenen Mietern helfen?
Die dreifache Mutter Alexandra Osague (42) zeigt uns bei unserem Besuch Wasser- und Schimmelflecken im Bad. Doch was sie zusätzlich belastet, sind die Nebenkostenabrechnungen. Allein für das Jahr 2022 soll sie über 3.000 Euro nachzahlen. Den Mieterschutzbund hat sie bereits eingeschaltet, wartet auf Rückmeldung. „Es belastet einen die ganze Zeit. Ich bin alleinerziehend mit drei Kindern, das nimmst du jeden Abend mit ins Bett“, sagt sie.
Alexandra Osague legt uns Unterlagen vor, aus denen verschiedene Wechsel der Eigentümerin und der Hausverwaltung hervorgehen. Das mache die Sache undurchsichtig und kompliziert, sagt sie. Und offenbar steht die 42-Jährige mit solchen Problemen nicht allein dar. Auch ihre Nachbarin Pinar Gökoglu hatte uns um Hilfe gebeten. Auch sie hat Schimmel direkt im Eingangsbereich. „Das haben wir Anfang 2024 gemeldet und seitdem ist leider nichts passiert“, erzählt sie. Anfang 2024 seien zwar mal Handwerker da gewesen – die Ursache, ein Rohrbruch, sei aber nur provisorisch behoben worden.
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Insgesamt 2.500 Euro soll die Familie für zwei Jahre trotzdem nachzahlen. Eine vergleichsweise überschaubare Summe, wie wir noch feststellen werden. Denn wir stoßen auf noch absurdere Forderungen. Deshira Ismaili wohnte hier ebenfalls bis Mai 2025. Dann zog sie aus. Ihre Familie trifft es finanziell besonders hart. Fünf Monate nach ihrem Auszug bekommt sie eine dicke Rechnung über 10.000 Euro. Rund 7.000 Euro für zwei Jahre Nebenkosten, dazu offenbar Garagenmiete und weitere Posten für mehrere Monate nach ihrem Auszug.
Wegen der hohen Nachzahlungsforderungen und der Mängel konfrontiert RTL sowohl die aktuelle Eigentümerin als auch die involvierten Hausverwaltungen. Die aktuelle Hausverwaltung meldet sich schriftlich zurück: „Die Industria bedauert ausdrücklich, dass es in der Vergangenheit zu Verunsicherung, Unklarheiten und Belastungen gekommen ist.“ Schwierigkeiten habe es vor allem dadurch gegeben, dass die Dachgesellschaft insolvent gegangen ist. Die Betriebskostenabrechnungen wolle man jetzt gemeinsam mit der vorherigen Hausverwaltung noch einmal prüfen. Die Eigentümerin der Immobilie bestätigt mir, dass die vorherige Hausverwaltung eine Aufklärung mit Kräften unterstützen wolle.
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Wenige Tage später schickt uns eine Mieterin eine Videobotschaft. Nach fast zwei Jahren seien endlich Handwerker vor Ort gewesen, um sich die Schimmelprobleme anzuschauen. Und: In einem Schreiben teilt die Verwaltung mit, aufgrund eines Büroversehens sei ein Fehler unterlaufen. Die Nebenkostenabrechnung werde korrigiert. Die ganze Geschichte seht ihr im Video oben.



