Ex-Abgeordnete Teuteberg dabeiFDP-Hammer! Kubicki will mit diesen Frauen an die Spitze

Alte weiße Männer sollen bei der FDP nicht das Sagen haben, verspricht Kubicki: Wenn sich der 74-Jährige im Mai als neuer Parteichef zur Wahl stellt, möchte er die Liberalen zusammen mit einer ganzen Riege prominenter Frauen wieder zum Leben erwecken.
Der langjährige FDP-Vize Wolfgang Kubicki, der beim Parteitag im Mai zum Vorsitzenden gewählt werden will, setzt bei seiner Personalplanung auf bekannte Frauen. Wie Kubicki der „Bild“-Zeitung sagte, soll nach seiner Vorstellung etwa die frühere Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg eine Rolle spielen.
Auch Katja Suding, die 2021 aus der aktiven Bundespolitik ausgeschieden war, wolle er zurückgewinnen - er hoffe, sie „endgültig überzeugen“ zu können. Zudem hoffe er, dass Maria Westphal aus Köln sowie die Tochter von Ex-CSU-Chef Horst Seehofer, Susanne Seehofer, „das Bild der Freien Demokraten in den nächsten Jahren prägen“. „Dann erledigt sich auch das Gerede von den „alten weißen Männern““, sagte Kubicki in dem Interview. Er sehe seine Aufgabe darin, die FDP wieder zu einer bedeutenden politischen Kraft zu machen. „Und ich hoffe, dass in dieser Zeit viele junge, kreative Menschen sich und die Partei profilieren.“
Kubicki hatte angekündigt, beim Bundesparteitag im Mai für den FDP-Vorsitz kandidieren zu wollen. Amtsinhaber Christian Dürr verzichtete daraufhin auf eine erneute Kandidatur. Trotzdem sieht es nach einer Kampfkandidatur aus. Der nordrhein-westfälische Partei- und Fraktionschef Henning Höne bekräftigte am Ostersonntag, dass er ebenfalls antritt.
„Mein Angebot steht unabhängig davon, wer sonst kandidiert“, sagte Höne dem „Stern“. Die derzeitige desolate Lage seiner Partei führte er darauf zurück, dass die FDP es nach der Bundestagswahl 2025 nicht geschafft habe, einen glaubwürdigen Neustart hinzulegen. „Es fehlte an Distanz zur Ampel-Zeit, für einen Neustart braucht es einen Bruch“, sagte der 39-Jährige. „Mein Angebot für den Bundesvorsitz macht diesen Neustart personell sehr deutlich.“
Für den Neustart setzt Höne auch auf einen veränderten Kommunikationsstil. „Wir müssen optimistisch und lösungsorientiert sein, unsere Erzählung in den Vordergrund rücken, unsere Alleinstellungsmerkmale Marktwirtschaft, Bürgerrechte, das Leistungsprinzip“, erklärte er. Aber es brauche auch Mut zur Zuspitzung. „Ich will auf Social Media wieder die führende Rolle erkämpfen, die wir mal hatten.“
Verwendete Quellen: mau/dpa


