Ein Event voller SymbolikKäfigkämpfe statt Kuchen! Trump feiert seinen 80. Geburtstag mit fliegenden Fäusten
Blut, Prügel, Geburtstagsshow!
Es ist ein umstrittenes Kampfsportspektakel ganz nach dem Geschmack des Präsidenten: An seinem 80. Geburtstag werden direkt vor Donald Trumps Amtssitz martialische Kämpfe ausgetragen. Und das nur Stunden, nachdem er triumphierend den Abschluss eines Iran-Abkommens verkündet hat.
UFC-Spekatakel vor dem weißen Haus
Am Washingtoner Himmel hängen am späten Sonntagabend (14. Juni) dunkle Gewitterwolken. Als die ersten Kämpfer aus dem Weißen Haus auf die achteckige, käfigartige Arena zulaufen, ist Trump schon da. Er ist einer von mehr als 4.000 Zuschauern, die sich direkt vor seinem Amtssitz die martialischen Käfigkämpfe der Profiliga Ultimate Fighting Championship (UFC) ansehen. Vor Ort sind auch viele Kabinettsmitglieder, Trumps Familie und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Mehr als 120.000 weitere Schaulustige waren zudem bei einem Fan-Fest im angrenzenden Ellipse-Park erwartet worden.
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Auch Jets fliegen anlässlich des Geburtstages
Das Event hat alles, was es braucht, um Trump zu gefallen. Der US-Präsident gilt als Fan der Mixed Martial Arts – einem oft blutigen Kampfsport, der Techniken vereint, unter anderem aus dem Boxen, Ringen, Kickboxen, Karate und Jiu Jitsu.
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UFC-Boss Dana White ist sein Freund und unterstützte ihn auch im Wahlkampf. Zu Beginn des Events treten sie gemeinsam auf den Balkon des Weißen Hauses. „Happy Birthday“-Rufe ertönen aus der Menge. Die Nationalhymne wird angestimmt. Jets fliegen über die gewaltige Kuppelkonstruktion, die über der Kampfarena errichtet wurde und das Weiße Haus überragt.
Kämpfe als Geschenk für Trump?
Kritiker hatten versucht, das Event mit einer Klage zu verhindern. Sie werfen Trump vor, UFC-Boss White und dessen Unternehmen Zugang zum Weißen Haus zu gewähren, „um ein privates, gewinnorientiertes Sportevent zu veranstalten – mit all den Werbe- und Branding-Möglichkeiten, die ein solcher Zugang mit sich bringt”. Ein US-Gericht wies die Klage jedoch ab. Die Einwände seien zu spät eingebracht worden, argumentierte es unter anderem.
Nach dem Spektakel geht es für Trump zum G7-Gipfel
Direkt nach dem Kampfsport-Spektakel, das sich bis in die Washingtoner Nacht zieht, will Trump zum Gipfel der führenden Industrienationen (G7) im französischen Évian aufbrechen. Statt auf schwitzende Kämpfer dürfte er dort auf zahlreiche Staats- und Regierungschefs stoßen. Noch offene Fragen zur vorläufigen Iran-Übereinkunft dürften spätestens dann wieder mehr in den Fokus rücken. (anr)
Verwendete Quelle: dpa


