Britischer Royal versus US-PräsidentPrinz Harry stellt Donald Trump wegen Afghanistan‑Aussagen an den Pranger

Prinz Harry während eines Einsatz im Afghanistankrieg im Jahr 2012 in Camp Bastion. Er diente als Pilot eines Apache-Helikopters. Auf dem Foto zeigt er im Hubschrauber sitzend Fotografen seinen Helm.
Prinz Harry während eines Einsatz im Afghanistankrieg im Jahr 2012. Er diente als Pilot eines Apache-Helikopters.
picture alliance / empics | John Stillwell

Falsche Behauptungen!
So reagiert Prinz Harry auf Trump: Der Präsident hatte zuvor die Rolle der Nato-Truppen im Afghanistankrieg heruntergespielt. Für den wohl berühmtesten Afghanistan-Veteranen Prinz Harry ungeheuerlich.

Royal fordert Respekt

In einer emotionalen Mitteilung erinnert Harry am Freitag (23. Januar) daran, dass die Nato, und damit auch das Vereinigte Königreich, nach den Anschlägen des 11. Septembers mit den USA in den Krieg nach Afghanistan gezogen ist. „Ich habe dort gedient, ich habe Freunde fürs Leben gemacht. Und ich habe Freunde verloren“, betont der Royal und erinnert an die traurigen Folgen: Allein 457 britische Soldatinnen und Soldaten ließen in diesem Krieg ihr Leben. „Diese Opfer verdienen, dass man mit Wahrhaftigkeit und Respekt über sie spricht”, so Prinz Harry weiter.

Lese-Tipp: US-Einwanderungsbehörde nimmt Jungen (5) fest

Im Video: Prinz Harry verklagt Zeitung auf Millionenentschädigung

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Trump spielt Rolle von Nato-Partnern herunter

In einem Interview des Senders Fox News behauptete Trump zuvor, dass die USA das Verteidigungsbündnis niemals gebraucht hätten. Mehrere Nato-Staaten hätten zwar nach dem 11. September 2001 Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch „etwas abseits der Frontlinien” geblieben, so der US-Präsident.

Streaming Tipp

Prinz Harry war selbst zweimal als Soldat für das Vereinigte Königreich in Afghanistan. Mit seiner Initiative „Invictus Games” engagiert er sich für verletzte Kriegsveteranen: Bei dem sportlichen Wettbewerb treten verwundete, verletzte und erkrankte Soldaten gegeneinander an. Dadurch soll Kriegsversehrten die Kraft dazu gegeben werden, sich zurück ins Leben zu kämpfen. (fga, dpa)

Verwendete Quellen: dpa