„Als ich die Malteser sah, wusste ich, dass ich hier nicht so schnell wegkomme”ntv-Moderator verpasst wegen Winter-Chaos seine Sendung

daniel schüler.jpg
Daniel Schüler steht normalerweise bei ntv im Studio, heute stand er sechs Stunden im Stau und verpasste seine eigene Sendung.
RTL / Anne Werner

Eigentlich sollte er vor der Kamera stehen!
Daniel Schüler berichtet normalerweise als Moderator bei ntv über das Weltgeschehen, Politik, Sport und manchmal auch Unfälle auf der Autobahn, die zu langen Staus führen. Als er am 6. Januar gerade auf dem Weg ins Studio ist, gerät er auf der A3 plötzlich selbst in eine Vollsperrung. Statt vor der Kamera zu stehen, ist er sechs Stunden auf der kalten Autobahn gefangen. RTL.de verrät er, wie er die zähen Stunden erlebt hat.

ntv-Moderator verpasst Sendung wegen Mega-Stau im Winter-Chaos

Was war passiert: Ein riesiger Lkw war in der Nacht auf der A3 nahe Siegburg auf der schneebedeckten Fahrbahn liegengeblieben und stand plötzlich quer auf der Autobahn. Schüler erzählt: „400 Meter vor mir war der Lkw liegengeblieben, weshalb wir nicht mehr weggekommen sind. Ich habe insgesamt sechs Stunden gestanden und war auch einer, der Ersten, die standen.“ Zunächst hat er noch Hoffnung, dass er es rechtzeitig zur Sendung schafft. „Ich habe mich im Auto auf die Sendung vorbereitet, Moderationen geschrieben und Interviews vorbereitet.“

Streaming Tipp
RTL Aktuell
Jetzt auf RTL+ streamen

Um vier Uhr hätte sein Dienst begonnen, um ab sieben Uhr im Studio zu stehen. Permanent hielt er mit den Kollegen Kontakt. „Natürlich habe ich schon immer gedacht, dass es vielleicht doch bald weitergeht. Aber als ich nach drei Stunden die Malteser mit Kaffee und Decken sah, wusste ich, dass ich hier in der nächsten halben Stunde nicht wegkomme.“ Ersatz war aufgrund der guten Kommunikation schnell gefunden. Christoph Treuner stand ab 7 Uhr im Studio, das Trendbarometer übernahm Jens Reupert.

Video-Tipp: Lkw kracht in Fußgängerbrücke

Statt also im Studio zu stehen, vertreibt er sich die weitere Zeit im Auto. „Ich habe dann irgendwann ein altes Buch gefunden, Schiffe versenken’, heißt das. Darin habe ich ein wenig gelesen und Musik gehört, was man dann so macht.”

Während er im Auto sitzenblieb, nutzten andere Menschen die Zeit, um sich die Beine zu vertreten. „Wie es dann immer so kommt, waren einige dann nicht rechtzeitig zurück, als die Polizei die Fahrbahn wieder freigegeben hat“, berichtet er weiter.

Um 9 Uhr rollte der Verkehr wieder an. Unser Moderator wird diese Nacht auf der Autobahn wohl so schnell nicht vergessen.

Verwendete Quellen: RTL-Recherche