Jetzt sprechen AugenzeugenNach Doppelmord an Schule: „Es ist ein Schock“
Einen Tag nach dem tödlichen Messerangriff am Docemus-Campus in Gosen-Neu Zittau steht die Schule unter Schock.
Eine 18-jährige Schülerin und ein 30-jähriger Mitarbeiter sind tot. Jetzt berichten Augenzeugen über die schrecklichen Momente und die Schule beginnt mit der Trauerarbeit.
Kein Unterricht, aber Schule trotzdem offen für trauernde Schüler und Mitarbeiter
Normaler Unterricht ist an diesem Freitag kaum vorstellbar. Trotzdem bleiben die Türen der Docemus-Privatschulen geöffnet. Schüler und Mitarbeiter sollen einen Ort haben, an dem sie gemeinsam trauern und über das sprechen können, was am Tag zuvor passiert ist.
Geschäftsführer Michael Kunz erklärt, dass bereits Trauerstellen und ein Kondolenzbuch eingerichtet wurden. In den kommenden Tagen und Wochen wolle die Schule einen Plan entwickeln, um gemeinsam mit den Emotionen umzugehen.
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Augenzeugin Laura erlebt die schrecklichen Minuten
Am Donnerstagmittag gehen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Einsatzkräfte finden eine 18-jährige Schülerin und einen 30 Jahre alten Mitarbeiter der Schule schwerstverletzt. Beide sterben. Der mutmaßliche Täter soll der 19-jährige Ex-Freund der Schülerin sein.
Mitschülerin Laura erlebt die Situation unmittelbar mit. Nach Schulschluss sei sie mit zwei Freundinnen noch zur Toilette gegangen. Als sie danach herauskommen, sehen sie das Geschehen und laufen sofort zu ihrer Klassenlehrerin und anschließend ins Sekretariat. „Und dann hat die Sekretärin die Polizei gerufen. Es ist halt schon ein Schock“, erzählt Laura.
RTL-Recherche liefert Hinweise auf mögliche Ankündigung der Tat
RTL-Reporter Festim Beqiri spricht vor Ort mit jungen Männern, die den mutmaßlichen Täter kannten. Nach ihren Angaben soll der 19-Jährige bereits zuvor gegenüber Freunden angekündigt haben, seine Ex-Freundin umzubringen. Offenbar soll die Trennung der Hintergrund gewesen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der junge Mann seine 18-jährige Ex-Freundin sowie einen Mitarbeiter der Schule getötet haben, der die Tat verhindern wollte.
Die Ermittlungen laufen weiter. Polizeisprecher Roland Kamenz kündigt weitere Zeugenvernehmungen an. Zudem stimmt sich die Polizei mit der Staatsanwaltschaft über das weitere Vorgehen und eine mögliche Haftanregung ab. Am Docemus-Campus dagegen steht zunächst etwas anderes im Mittelpunkt: gemeinsam trauern und verarbeiten, was dort geschehen ist. Wie die Lage an der Schule ist, seht ihr im Video
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen


