Wegen Trumps „Übernahme“-PlanTrump will Kuba? Inselstaat rüstet jetzt sein Militär!

Military members line up outside the Ministry of the Revolutionary Armed Forces where the urns containing the remains of Cuban officers, killed during the U.S. operation in Venezuela that captured President Nicolas Maduro, are on display in Havana, Cuba, Thursday, Jan. 15, 2026. (AP Photo/Ramon Espinosa)
Mitglieder der Revolutionären Streikräfte Kubas (Fuerzas Armadas Revolucionarias) stehen im Januar in Havanna.
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Grönland, Kanada, Venezuela, Iran: Donald Trump macht kein Geheimnis aus seinen geopolitischen Ambitionen. Auch Kuba möchte der US-Präsident gerne kontrollieren. In einem Interview mit dem US-Fernsehen kündigt das sozialistische Regime Widerstand an.

Kubas Militär bereitet sich laut einem hochrangigen Beamten auf einen eventuellen US-Einsatz auf der sozialistisch regierten Insel vor. Es wäre naiv, eine militärische Aggression der Vereinigten Staaten auszuschließen, sagte der kubanische Vize-Außenminister Carlos Fernández de Cossio in einem Interview des US-Senders NBC News. Man hoffe jedoch, dass es nicht dazu komme. US-Präsident Donald Trump hatte jüngst eine „Übernahme“ des sozialistischen Inselstaates angedeutet.

„Wir wissen offen gestanden nicht, wovon sie sprechen, aber ich kann Ihnen Folgendes sagen: Kuba ist ein souveräner Staat. Kuba würde es nicht akzeptieren, ein Vasallenstaat oder ein von einem anderen Staat abhängiges Land zu werden“, sagte der Vizeminister. Das kubanische Militär sei stets auf eine mögliche Aggression vorbereitet - und derzeit gebe es auch konkrete Schritte im Kontext der jüngsten Spannungen.

Seit der Revolution von 1959 unter dem linken Revolutionären Fidel Castro sind die Beziehungen zwischen Havanna und Washington angespannt. In Trumps zweiter Amtszeit hat sich die Lage weiter zugespitzt. Ein US-Ölembargo hat die wirtschaftliche und humanitäre Krise auf Kuba dramatisch verschärft. Das Land steckte bereits seit Jahren wegen Misswirtschaft und Korruption des sozialistischen Regimes sowie eines US-Handelsembargos in einer schweren Wirtschaftskrise. Am Samstag kam es zum zweiten inselweiten Stromausfall innerhalb einer Woche.

Washington und Havanna führen zugleich geheime Gespräche. Wann und wo sich beide Seiten zuletzt getroffen haben, wollte Fernández im Interview nicht preisgeben. Havanna hat jedoch Änderungen an seinem politischen System ausgeschlossen. Die Art der kubanischen Regierung, ihre Struktur und ihre Mitglieder sind laut Fernández nicht Gegenstand der Verhandlungen. Auf der Insel ist nur die Kommunistische Partei zugelassen.

Verwendete Quellen: chr/dpa