Klares Ultimatum an TeheranJD Vance erläutert „rote Linien“ beim Atomprogramm

Die Gespräche zwischen den USA und Iran in Islamabad enden abrupt. US-Vizepräsident Vance erläutert nun die Hintergründe. Teheran habe sich beim Atomprogramm bewegt, aber nicht weit genug. Da gebe es für Trump keinen Spielraum für weitere Zugeständnisse.
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance zu echten Fortschritten geführt - jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - nämlich deren Atomprogramm. „Wir haben tatsächlich sehr klar gemacht, wo unsere roten Linien verlaufen“, fügte er hinzu.
Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. „Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt“, sagte Vance.
In diesen zwei Punkten habe US-Präsident Donald Trump klargemacht, „dass wir keinerlei Spielraum haben“, sagte Vance. „Es ist das eine, wenn die Iraner sagen, sie werden keine Atomwaffe besitzen“, sagte der US-Vize. „Es ist etwas anderes, wenn wir einen Mechanismus schaffen, der sicherstellt, dass das nicht passieren wird.“
Delegationen der USA und des Iran hatten am Samstag in Islamabad unter pakistanischer Vermittlung Verhandlungen über eine Friedenslösung aufgenommen. Vance erklärte die Gespräche aber am Sonntag nach einem 21-stündigen Verhandlungsmarathon für gescheitert. Trump kündigte daraufhin eine Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus an, die nach US-Angaben am Montagnachmittag in Kraft trat. Die iranische Seite hatte unter anderem von „überzogenen Forderungen“ der USA gesprochen.
Wann und ob es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ Vance offen. „Im Grunde genommen ist das eine Frage, die man den Iranern stellen sollte, denn der Ball liegt in ihrem Feld.“ Vance sagte, er habe in Islamabad den Eindruck gehabt, dass die iranischen Verhandler ohnehin nicht dazu befugt gewesen seien, einem Abkommen zuzustimmen. Seiner Ansicht nach braucht es dafür erst grünes Licht aus Teheran, womöglich vom Revolutionsführer Modschtaba Chamenei. Darauf müsse man jetzt warten.
Verwendete Quellen: mau/dpa/AFP


