Skurriles Gewatverbrechen in OberbayernErst Frau getötet, dann ihren Ex-Mann entführt? Polizei fasst Verdächtigen (42)

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In Bayern wird erst eine Frauenleiche und dann der vermisste Ex-Mann der Frau gefunden. (Symbolbild)
Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Skurrile Spurensuche!
Am Samstag (10. März) findet die Polizei in Bruckmühl eine tote Frau (71). Aber auch von dem Ex-Mann (82) der Toten fehlt jede Spur. Die Spur führt die Beamten plötzlich in eine Münchener Wohnung.

Leichenfund in Bach nach Gewaltverbrechen

Der merkwürdige Fall beginnt schon am Samstag mit einem Polizeieinsatz in Bruckmühl in Oberbayern. Anlass ist zu dem Zeitpunkt eine gemeldete „verdächtige Wahrnehmung“ im Zusammenhang mit einem 82-jährigen Mann und einer 71-jährigen Frau, die gemeinsam auf einem Anwesen in der Gemeinde leben sollen. Als Beamte das Haus überprüfen, treffen sie dort aber niemanden an.

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Kurz darauf entdecken Einsatzkräfte dann in einem angrenzenden Bach eine Frauenleiche. Jetzt ist bekannt: Es handelt sich um die 71-jährige Bewohnerin des Anwesens. Laut Polizei gibt es konkrete Hinweise darauf, dass die Frau gewaltsam ums Leben kam.

Im Video: Gina H. führte ihn noch zu Fabians Leiche

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Mann (82) schwer verletzt in Münchener Wohnung festgehalten

Im Zuge der Ermittlungen gerät dann wenig später ein 42-jähriger Mann aus München in den Fokus der Polizei. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der vermisste 82-jährige Ex-Ehemann der Toten in seiner Gewalt befindet, stürmen die Einsatzkräfte am Sonntagabend die Münchner Wohnung des Tatverdächtigen. Und tatsächlich: Dort finden sie den vermissten Mann gefesselt und mit schweren Verletzungen, er muss sofort in ein Krankenhaus.

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Seit Montag liegt ein Haftbefehl vor. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks stehen die beiden Opfer und der Beschuldigte in keinem familiären Verhältnis. Zur Aufklärung des Falls soll die Rosenheimer Kriminalpolizei die Sonderkommission „Bach“ mit rund 35 Beamtinnen und Beamten eingerichtet haben. Auch Experten des Landeskriminalamts in München unterstützen demnach die Ermittlungen. (cau)

Verwendete Quellen: dpa, Bayerischer Rundfunk