Wegen SpritpreisTrump legt sich mit eigenem Minister an

President Donald Trump speaks alongside Secretary of Energy Chris Wright during a roundtable on the Ratepayer Protection Pledge in the Indian Treaty Room in the Eisenhower Executive Office Building near the White House in Washington, DC on Wednesday, March 4, 2026. Technology firms that sign the pledge will commit to ensuring artificial intelligence infrastructure does not raise utility bills for households and small businesses. Photo by Bonnie Cash/UPI Photo via Newscom picture alliance
Energieminister Chris Wright mit Donald Trump.
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Nicht nur in Deutschland, auch in den USA spüren Autofahrer die Folgen des Iran-Kriegs an der Zapfsäule. Das könnte nach Einschätzung des dortigen Energieministers noch für Monate so bleiben. Eine Aussicht, die der US-Präsident lautstark ablehnt. Er gibt eine anderslautende Prognose ab.

US-Präsident Donald Trump widerspricht der Einschätzung seines Energieministers Chris Wright, dass die Benzinpreise in den USA möglicherweise erst im nächsten Jahr wieder unter drei US-Dollar pro Gallone fallen könnten (rund 2,55 Euro für knapp 3,8 Liter). „Nein, ich glaube, da liegt er falsch. Völlig falsch“, zitiert das Portal „The Hill“ den Republikaner aus einem Telefongespräch. Auf die Frage, wann er mit sinkenden Preisen rechne, sagte Trump demnach mit Bezug auf den Iran-Krieg: „Sobald das hier vorbei ist.“

Wright hatte sich am Sonntag in einem CNN-Interview verhalten zur Frage geäußert, wann die Bürgerinnen und Bürger in den USA für Benzin wieder weniger als drei US-Dollar pro Gallone bezahlen würden. „Ich weiß nicht, ob das noch in diesem Jahr passieren kann. Es könnte auch erst nächstes Jahr so weit sein“, antwortete er.

Der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Krieg mit dem Iran und die darauffolgende Blockade der Straße von Hormus belastet den internationalen Ölhandel schwer. US-Bürgerinnen und Bürger müssen an der Tankstelle so viel bezahlen wie seit Jahren nicht mehr. Experten rechnen damit, dass die hohen Spritpreise noch deutlich länger anhalten dürften und nicht automatisch bei einem Abkommen zwischen den USA und dem Iran wieder auf das Vorkriegsniveau sinken.

Am Montag lag der Benzinpreis in den USA nach Angaben des amerikanischen Automobilverbands AAA im Schnitt bei etwas mehr als vier Dollar pro Gallone. Vor dem Krieg waren es knapp drei Dollar. Die gestiegenen Preise setzen Trump und seine Republikaner unter Druck - vor allem angesichts der im November anstehenden wichtigen Zwischenwahlen zum US-Kongress.

Bei den Zwischenwahlen wird das komplette Repräsentantenhaus sowie ein Drittel des Senats neu gewählt. Bisher halten die Republikaner in beiden Parlamentskammern eine Mehrheit. Ein Verlust dieser würde es Trump erschweren, in der zweiten Halbzeit seiner Präsidentschaft dauerhafte Reformen umzusetzen.

Verwendete Quellen: lme/dpa