Trump mit knallharter AnsageUS-Präsident droht, Irans Boote zu versenken

Basij paramilitary force speed boats are sailing along the Persian Gulf during the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) marine parade to commemorate Persian Gulf National Day, near the Bushehr nuclear power plant in the seaport city of Bushehr, Bushehr province, in the south of Iran, on April 29, 2024. Persian Gulf National Day, which celebrates the expulsion of the Portuguese from the Strait of Hormuz and the Persian Gulf in 1622 by the Safavid forces led by Imam Quli Khan under the command of Shah Abbas I, is observed on the 10th of Ordibehesht in the Iranian calendar, typically falling in late April or early May. (Photo by Morteza Nikoubazl/NurPhoto)
Iranische Schnellboote während einer Parade im Jahr 2024.
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Laut früheren Angaben aus Washington ist die Seeblockade der Straße von Hormus seit dem Nachmittag in Kraft. Im Netz warnt US-Präsident Trump Teheran vor einer Reaktion. Iranische Schnellboote würden bei Annäherung „sofort eliminiert“.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Konsequenzen gedroht, sollte das Land versuchen, die US-Blockade der Straße von Hormus zu durchbrechen. „Die iranische Marine liegt am Meeresgrund, vollständig vernichtet - 158 Schiffe“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Einzig die Schnellboote Teherans seien noch übrig, weil sie keine nennenswerte Bedrohung darstellen würden. „Sollte sich eines dieser Schiffe unserer Blockade nähern, wird es sofort eliminiert, und zwar mit demselben Verfahren, das wir gegen die Drogenhändler auf See anwenden“, drohte Trump. Die USA hatten im Krieg nach eigenen Angaben einen Großteil der iranischen Marine zerstört. Zugleich verfügen die Revolutionsgarden über eine große Zahl kleiner, schneller Boote, die in gut versteckten Küstenstützpunkten stationiert sein sollen.

Die von Washington geplante Blockade der Meerenge soll früheren Ankündigungen zufolge am Nachmittag in Kraft getreten sein. Unklar blieb zunächst, ob das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) tatsächlich seit 16 Uhr MESZ bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge hinderte.

Angekündigt war zuvor eine Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel hatten. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hatte Centcom am Sonntag (Ortszeit) mitgeteilt. Zugleich hatte das US-Militär erläutert, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus ohne iranischen Ziel- oder Startpunkt nicht beeinträchtigt werden solle.

Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatte US-Präsident Donald Trump am Sonntag die Seeblockade angekündigt. Trump will damit verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt, und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Das soll den Druck auf Teheran erhöhen: Der Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Entsprechend ist die Straße von Hormus für das Land enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.

Seit Kriegsbeginn am 28. Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran hatte dieser die weltweit für den Öltransport wichtige Meerenge vor seiner Küste blockiert. Die Durchfahrt von Tankern kam quasi zum Erliegen. Weltweit schossen Energiepreise nach oben, was auch Trump unter Druck setzte. Am Mittwoch hatten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Trump knüpfte das auch an die Öffnung der Meerenge.

Verwendete Quellen: jpe/dpa