Ihr Zelt versank in den FlutenDeutsches Paar von Eisscholle auf der Ostsee gerettet

Finnische Küstenwache rettet zwei Deutsche vom Eis
Die beiden haben ein übergroßes SOS-Zeichen im Eis gebaut
Finnische Küstenwache

Ein Glück, dass sie diese Nacht überlebt haben!
Zwei Deutsche mussten im hohen Norden Finnlands von einer Eisscholle gerettet werden. Die erfahrenen Langläufer wollten mehrere Tage über die zugefrorene Ostsee von Finnland nach Schweden laufen. Doch in der Nacht brach das Eis unter ihrem Zelt und das Drama nahm seinen Lauf.

Mitten in der Nacht gibt das Eis unter dem Zelt nach

Die beiden Deutschen haben laut finnischer Küstenwache auf der Ostsee eine Nacht erlebt, die sie wohl nie vergessen werden. Der finnische öffentlich-rechtliche Sender Yle berichtet unter anderem darüber. Das Paar war als Langlauf-Duo auf dem zugefrorenen Bottnischen Meerbusen, also dem nördlichsten Teil der Ostsee, unterwegs und eigentlich bestens vorbereitet und erfahren. Die Strecke sollte sie von Oulu in Finnland nach Luleå in Schweden führen. Der direkte Weg ist ungefähr 160 Kilometer lang.

Mitten auf dem Eis schlugen die Deutschen am Dienstag (10. März) ihr Zelt für die Nacht auf. Doch dann der Schockmoment: Unter ihnen begann das Eis zu brechen, fast die gesamte Ausrüstung verschwand im eiskalten Wasser, wie Yle schreibt. Die beiden konnten sich nur mit Mühe auf eine stabilere Eisscholle retten – praktisch ohne Gepäck, klitschnass und in der Kälte gefangen.

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Die rettende Idee

Weil sie nun völlig schutzlos festsaßen, wurden die Deutschen kreativ: Sie legten ein großes SOS-Signal in den Schnee, um aus der Luft besser gesehen zu werden. Zusätzlich setzten sie ein Funksignal ab, das schließlich den Alarm auslöste. Während die Temperaturen weiter fielen, suchten finnische und schwedische Rettungsflugzeuge das Eisfeld nach dem deutschen Paar ab.

Stunden später die Erleichterung: Die Küstenwache entdeckte das SOS im Eis – und damit auch die beiden Deutschen. Sie waren stark unterkühlt, aber den Umständen entsprechend in erstaunlich gutem Zustand. Erst am Samstag (14. März) gab die finnische Küstenwache eine entsprechende Pressemeldung über die Rettung heraus. Das Paar sollte also inzwischen den schlimmsten Schreck überwunden haben. (tbe)

Verwendete Quellen: yle (Finnischer Rundfunk), dagens nyheter, Bild