Attacke auf wichtige StromversorgungAnschlag auf Kraftwerk! Polizei ermittelt wegen Terrorverdachts

September 1, 2026, Turnow Preilack, Germany: Brandenburg officials speak to the media near the site where improvised rockets reportedly struck a power substation. A power plant is seen in the background. Authorities are investigating the incident. Brandenburgs economy minister Martina Klement and Interior Minister Dr. Jan Redmann Turnow Preilack Germany PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs319 20260901_znp_s319_023 Copyright: xGabyxSchuetzex
Die Stromversorgung in dem Kraftwerk wurde kurzzeitig unterbrochen.
IMAGO/ZUMA Press / IMAGO/Gaby Schuetze

Am Tag nach der Attacke auf ein Umspannwerk im Osten Deutschlands laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Möglicherweise wurde der Anschlag durch eine terroristische Vereinigung verübt.

Nach dem Angriff auf ein Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs ermittelt die Polizei unter anderem wegen Terrorverdachts. Neben dem Verdacht der Störung öffentlicher Betriebe, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel werde auch wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt, teilte das Brandenburger Polizeipräsidium in Potsdam mit. Unterdessen daure die Suche nach Beweismitteln vor Ort weiter an.

Der Angriff am Dienstagmorgen hatte zu einer kurzzeitigen Unterbrechung von Stromleitungen geführt. Laut Innenminister Jan Redmann brachten die bislang unbekannten Täter „leitfähiges Material“ in die Höchstspannungsleitungen ein, was in zwei Fällen zu Kurzschlüssen führte. Laut Netzbetreiber 50Hertz kamen dafür selbstgebaute, an Silvesterraketen erinnernde Flugkörper zum Einsatz.

Weiterer Fall in NRW

Noch am selben Tag wurde in Nordrhein-Westfalen ein ähnlicher Anschlag in Bergheim verübt. Dort kam es zu massiven Kraftwerksabschaltungen. Die Polizei sei am Abend wegen eines Kurzschlusses und mehrerer ausgefallener Leitungen zu dem Umspannwerk gerufen worden, sagte ein Sprecher der Polizei Essen. „Wir gehen nicht von einer technischen Störung, sondern von einer vorsätzlichen Tat aus“, so der Sprecher.

„Es besteht der Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage“, sagte Landesinnenminister Herbert Reul in Düsseldorf. Geprüft wird demnach „in zwei Richtungen - fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus“.

Verwendete Quellen: rog/AFP