Riesiger Kadaver wird untersuchtToter Gigant! Wal-Obduktion auf dänischer Insel startet

dpatopbilder - 30.05.2026, Dänemark, Anholt: Der tote Wal wird an Land der dänischen Insel Anholt gezogen. Es handelt sich um den als Timmy bekannten Buckelwal, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später in die Nordsee transportiert wurde. (Luftaufnahme mit einer Drohne) Foto: Marcus Golejewski/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
So aufgebläht sieht das Tier mittlerweile nicht mehr aus.
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Seit der Strandung des Buckelwals in Dänemark sind bereits einige Wochen vergangen. Die Obduktion verzögert sich immer weiter. Nun aber ist es so weit, Experten sind an dem Tier zugange.

Die mit Spannung erwartete Obduktion des bekannten Buckelwals am Strand der dänischen Insel Anholt hat begonnen. Fachleute trafen zum Untersuchen des Wals ein. Bilder des Livestream-Anbieters News5 zeigten, wie das Team den gelb-bräunlichen Kadaver zunächst genau begutachtete und Notizen machte. Danach vermaßen die Fachleute das Tier.

Anschließend wurde der Kadaver mit einem länglichen Messer aufgeschnitten, um Luft aus dem stark aufgeblähten Tier abzulassen, wie Bilder zeigen. Danach sollte der Wal dann geöffnet und zerteilt werden. Auch Schaulustige und Medienvertreter versammelten sich um die Absperrung.

Die Experten wollen primär herausfinden, woran der Buckelwal, der seit Wochen Schlagzeilen macht, gestorben ist. Abschließend geklärt werden soll auch, ob der Wal mit dem Jungennamen - wie bereits vermutet - eigentlich ein Weibchen ist. Unter anderem sind auch die Entnahme von Hautproben für einen DNA-Test geplant. Anberaumt sind dafür etwa sechs Stunden.

Aus Sicherheitsgründen müssen Zuschauer genügend Abstand einhalten. Seit mehreren Wochen liegt der Kadaver des Tiers vor der Urlaubsinsel und ist durch Fäulnisgase stark aufgebläht und von Möwen traktiert. Anwesende brauchen also einen guten Magen. „Der Wal hat jetzt schon sehr lange in der Sonne gelegen und wird sehr stinken“, sagte der dänische Wal-Forscher Peter Teglberg Madsen.

Aus der Ferne wollte auch das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern die Obduktion verfolgen, wie eine Sprecherin mitteilte. Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace und das in Stralsund ansässige Deutsche Meeresmuseum wollten per Stream dabei sein. Der Kadaver sollte voraussichtlich zumindest an diesem Donnerstag noch auf der dänischen Insel Anholt bleiben.

Verwendete Quellen: rog/dpa