Wegen BestechungEx-Gouverneur von Kursk zu 14 Jahren Strafkolonie verurteilt
![DIESES FOTO WIRD VON DER RUSSISCHEN STAATSAGENTUR TASS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. [RUSSIA, KURSK - APRIL 2, 2026: A former governor of the Kursk Region, Alexei Smirnov, charged with bribe-taking appears for a hearing at the Leninsky District Court. Vladimir Gerdo/TASS]](https://www.rtl.de/img/30685764/1775490713/c16_9/1200/dieses-foto-wird-von-der-russischen-staatsagentur-tass-zur-verfuegung-gestellt-russia-kursk-april-2-2026-a-former-governor-of-the-kursk-region-alexei-smirnov-charged-with-bribe-taking-appears-for-a-hearing-at-the-leninsky-district-court-vladimir-gerdotass.webp)
Im Sommer 2024 setzt sich die Ukraine für einige Zeit in der russischen Region Kursk fest. In der Folge nimmt sich Moskau mehrere regionale Verantwortliche vor - und wirft ihnen Korruption beim Bau der Verteidigungslinien vor. Nun muss ein Ex-Gouverneur ins Straflager.
Der frühere Gouverneur der russischen Region Kursk ist zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Wie die Agentur Itar Tass berichtet, muss Alexej Smirnow für 14 Jahre in eine Strafvollzugskolonie und zudem 400 Millionen Rubel (4,3 Millionen Euro) zahlen. Verurteilt wurde er demnach wegen Bestechung. Zudem dürfe er keine öffentlichen Ämter mehr übernehmen. Smirnow sind dem Bericht zufolge zudem 20 Millionen Rubel entzogen worden. Dies entspreche der Höhe der erhaltenen Bestechungsgelder, hieß es weiter. Der 52 Jahre alte Beamte hatte seine Schuld vor Gericht eingeräumt. Smirnow hatte laut Urteil von Baufirmen, die auch Verteidigungsanlagen in dem Gebiet an der Grenze zur Ukraine errichten sollten, Schmiergelder kassiert.
Smirnow war vor gut einem Jahr festgenommen worden. Damals hatte es geheißen, dass ihm im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahren Haft drohen. Smirnow war im Mai 2024 Gouverneur von Kursk geworden. Nur wenige Monate später überrannten ukrainische Truppen einen Teil des Gebietes bei einem überraschenden Gegenstoß und brachten damit erstmals Russlands Angriffskrieg auf den Boden des Aggressors zurück. Im Dezember 2024 trat Smirnow vorzeitig vom Amt zurück. Zum Nachfolger ernannte Präsident Wladimir Putin damals den Parlamentsabgeordneten Alexander Chinstein.
Zusammen mit Smirnow war im April 2025 auch sein früherer Stellvertreter Alexej Dedow festgenommen worden, im August 2025 traf es dann den damals amtierenden Vize. Nachdem die ukrainische Armee im August 2024 vergangenen Jahres eine Offensive in der Grenzregion gestartet hatte, ging der Kreml gegen mehrere regionale Verantwortliche vor. Ihnen wurde vorgeworfen, Gelder unterschlagen zu haben, die eigentlich für die Verteidigung der Region vorgesehen waren.
Smirnows Vorgänger, Roman Starowoit, hatte sich im vergangenen Juli das Leben genommen - zumindest war das die offizielle Version. Starowoit war mit einer Schusswunde aufgefunden worden. Kurz zuvor hatte er sein Amt als Verkehrsminister verloren. Auch gegen ihn wurde wegen des Vorwurfs der Korruption ermittelt. Starowoit hatte die Fertigstellung der Befestigungslinien, deren Bau bereits 2022 begonnen hatte, nach oben gemeldet. Smirnow hatte ein Geständnis abgelegt und erklärt, dass ihm sein Vorgänger Starowoit die Praxis mit den Schmiergeldern empfohlen hatte.
Verwendete Quellen: jwu/dpa


