Laut MedienberichtADAC plant höchste Beitragserhöhung der Geschichte

Elektroautos brauchten 2024 sehr viel seltener Hilfe von den Pannenhelfern des ADAC. (Archivbild)
Der ADAC will die Jahresbeiträge für seine Mitglieder deutlich erhöhen. (Archivbild)
Robert Michael/dpa

Preisschock für ADAC-Mitglieder!
Der Automobilclub will die Jahresbeiträge für seine Mitglieder deutlich erhöhen. Der Mitgliedsbeitrag für Neukunden im Basistarif beträgt laut Welt-Recherchen künftig 64 Euro. Das ist eine Steigerung um 10 Euro und wäre die höchste Preiserhöhung in der Geschichte des 1903 gegründeten Vereins. Die neuen Preise sollen laut Welt ab 2027 gelten.

ADAC: Beitragsanpassung durch steigende Kosten möglich

Millionen ADAC-Mitgliedern könnte eine deutliche Beitragserhöhung bevorstehen. „Nach sechs Jahren mit stetig steigenden Kosten muss auch der ADAC über eine Beitragsanpassung nachdenken”, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage.

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Die neuen ADAC-Jahresbeiträge im Detail

  • Basistarif für eine Person: Alt: 54 Euro - Neu: 64 Euro

  • Plustarif für eine Person: Alt: 94 Euro - Neu: 114 Euro

  • Premiumtarif für eine Person: Alt: 139 Euro - Neu: 174 Euro

  • Basistarif für eine Person mit (Ehe-) Partner: Alt: 79 Euro - Neu: 94 Euro

  • Plustarif für eine Person mit (Ehe-) Partner: Alt: 129 Euro - Neu: 154 Euro

  • Premiumtarif für eine Person mit (Ehe-) Partner: Alt: 189 Euro - Neu: 234 Euro

  • Basistarif für eine Person mit (Ehe-) Partner, Kinder (18-23 Jahre): Alt: 104 Euro - Neu: 124 Euro

  • Plustarif für eine Person mit (Ehe-) Partner, Kinder (18-23 Jahre): Alt: 164 Euro - Neu: 194 Euro

  • Premiumtarif für eine Person mit (Ehe-) Partner, Kinder (18-23 Jahre): Alt: 239 Euro - Neu: 294 Euro

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Erste Preiserhöhung seit sechs Jahren

Der ADAC kommentierte diese Zahlen nicht, wies aber auf die „außergewöhnliche Kostenentwicklung der letzten Jahre” hin, von der auch er betroffen sei. „Das gilt vor allem für hohe Energiekosten sowie für die Aufwände für Personal, Ersatzteile, Abschlepp- und Werkstattleistungen”, sagt die Sprecherin. „Seit 2020 sind die Lebenshaltungskosten um 23,7 Prozent gestiegen, der Autokostenindex um über 30 Prozent.”

Seit sechs Jahren habe man die Beiträge dennoch nicht erhöht und auch die Leistungen nicht eingeschränkt. Allein bei der Pannenhilfe seien 2025 rund 180 neue Straßenwachtfahrer eingestellt worden. Zudem habe man die Leistungen mit Schlüsselnotdienst oder Fahrradpannenhilfe erweitert. Der ADAC arbeite nicht gewinnorientiert, betont die Sprecherin. „Es muss aber sichergestellt sein, dass Aufwände und Kosten getragen, Leistungen für Mitglieder erbracht sowie Satzungszwecke erfüllt werden können.”

Einem Bericht des Business Insider zufolge soll es innerhalb des ADAC Diskussionen geben, ob angesichts der Kosten alle Leistungen weiter angeboten werden sollen. Am 23. Mai sollen die Preisanpassungen auf der ADAC-Hauptversammlung beschlossen werden, gültig würden sie dann wohl erst ab 2027.

Der ADAC hat mehr als 22 Millionen Mitglieder in Deutschland. (jve)

Verwendete Quellen: Welt, dpa