Falsche FreundeAchtung! Hier lauern peinliche Sprachfallen im Urlaub

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Ups! Falsche Freunde können uns beim Lernen einer Sprache leicht in die Irre führen.

I become a beer - oder?
Eine wahre Freundschaft gehört zu den schönsten Dingen im Leben. Mit falschen Freunden ist man dagegen aufgeschmissen. Nicht anders ist das, wenn es um Sprachen geht. In vielen Fremdsprachen gibt es Wörter, die ganz ähnlich klingen wie unsere eigenen, aber etwas völlig anderes bedeuten - die sogenannten „falschen Freunde”. Daraus kann ein lustiges Missverständnis entstehen, im schlimmsten Fall beleidigt ihr allerdings euren Gesprächspartner. Wir haben deshalb ein paar falsche Freunde entlarvt, damit ihr im nächsten Urlaub Bella Figura macht.

Falsche Freunde im Englischen

Lädt euch jemand freundlich zu einem quick one ein, bekommt keine roten Ohren oder reagiert verärgert auf die vermeintliche Unverschämtheit. Euer Gegenüber fordert euch nicht zu einem Quickie auf, sondern möchte mit euch ein Bierchen trinken. Cheers!

Ihr möchtet essen gehen und habt Appetit auf ein blutiges Steak? Dann teilt dem Personal besser nicht mit, dass ihr gern ein bloody Steak hättet - denn dann bestellt ihr ein verdammtes Steak. Ordert lieber das rare steak.

Wo wir gerade eh schon im Restaurant sind: Zu den absoluten Klassikern der False Friends zählt auch der Begriff to become. Der bedeutet nämlich im Deutschen nicht bekommen, sondern werden. Manch unbedarfter Gast mag schon gesagt haben „I become a bloody steak” - bleibt zu hoffen, dass das Personal das nicht wörtlich genommen hat.

Sollte das Gespräch auf euren Vorgesetzten kommen, bezeichnet ihn besser nicht als euren Chef - dann wird euer Gesprächspartner denken, ihr sprecht von einem Koch. Korrekt ist boss.

Falsche Freunde in anderen Sprachen

Auch andere Sprachen bieten massig Raum für Missverständnisse. Seid ihr in Spanien oder Frankreich und habt beim Essen ein leckeres Gericht mit Pute gegessen, sollten ihr dem Kellner nicht sagen, wie begeistert ihr von seiner puta (spanisch) oder pute (französisch) seid - dann gratuliert ihr ihm nämlich zu seiner hervorragenden Prostituierten. Die Pute nennt sich in Spanien pavo und in Frankreich dinde.

In Frankreich solltet ihr das Essen außerdem nicht als délicatesse bezeichnen, denn das bedeutet Takt- oder Feingefühl. Hat es euch geschmeckt, könnt ihr sagen C’est une specialité.

Gemein ist auch das Wort Baiser, mit dem wir hierzulande Schaumgebäck bezeichnen. Wer aber in Frankreich in einem Café ein Baiser bestellt, ordert damit einen Kuss - ups. Unser Baiser dagegen heißt in Frankreich Meringue.

Seid ihr in Italien und benötigt eine Kanne, solltet ihr nicht einfach nach La canna fragen - wenn euer Gegenüber daraufhin die Stirn runzelt, liegt das daran, dass ihr ihn um einen Joint gebeten habt. Korrekt ist la brocca.

Wer in den Niederlanden spazieren geht und dort jemand laut Fikkie rufen hört, sollte sich darüber nicht wundern. Was hierzulande Kopfschütteln hervorrufen würde, deutet in unserem Nachbarland darauf hin, dass jemand seinen Hund ruft. Denn Fikkie ist in den Niederlanden ein Hundename und entspricht ungefähr unserem Bello.

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Wie lassen sich falsche Freunde vermeiden?

Wer eine neue Sprache lernt, stolpert früher oder später über die falschen Freunde. Mit der richtigen Strategie könnt ihr solche Fettnäpfchen aber elegant umgehen. Der beste Trick? Taucht in die Sprache ein! Je mehr ihr lest, hört und sprecht, desto sicherer werdet ihr. Ob Bücher, Podcasts oder Filme in der Originalsprache – all das hilft, falsche Freunde frühzeitig zu entlarven. Noch besser: Ein Online-Sprachkurs! Dort erlebt ihr die Sprache im echten Leben und sammelt wertvolle Erfahrungen.

Sollte euch doch ein Missgeschickt passieren, bleibt entspannt! Wer eine Sprache lernt, darf Fehler machen. Meist freuen sich Muttersprachler, wenn ihr versucht, ihre Sprache zu sprechen und oft sind Fehler der beste Lehrer. Eine unerwartete Verwechslung bleibt im Gedächtnis. Falls ihr ganz sichergehen wollt, hilft eine kleine Liste mit besonders kniffligen Begriffen auf dem Handy – dann seid ihr für die nächste Unterhaltung gewappnet. Also, lasst euch nicht unterkriegen - oder um es mit Lothar Mathäus zu sagen: „I look not back, I look in front.”