Kurioser EinsatzMission Klobrille! Feuerwehr befreit Dreijährige aus misslicher Lage

von Rogatus Skanta, Jenny Richter und Anja Blanuscha

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – und plötzlich wird’s ernst.
Was als spielerischer Versuch beginnt, endet für eine Familie aus Rheurdt im Kreis Kleve mit einem Einsatz der Feuerwehr. Die dreijährige Marie steckt plötzlich mit dem Kopf in einem Kinder-Toilettensitz fest – und kommt allein nicht mehr raus.

Vom Klo-Training zur plötzlichen Falle

Eigentlich soll alles ganz entspannt laufen. Oma Cornelia will Marie langsam an die Toilette gewöhnen, weil die Kleine noch Respekt vor dem „großen Klo“ hat. Also kommt ein Kinder-Toilettenring zum Einsatz. Doch dann passiert’s. Marie setzt sich den Ring spielerisch auf den Kopf. Was zunächst lustig wirkt, kippt schnell. Der Sitz rutscht herunter und bleibt am Hals stecken. Plötzlich geht nichts mehr. Als Mutter Lisa nach Hause kommt, wird die Lage brenzlig. Sie versucht, den Ring zu lösen, doch jeder Handgriff sorgt für noch mehr Angst bei ihrer Tochter. „Ich habe versucht, sie hochzuziehen, aber Marie hat sofort angefangen zu schreien“, schildert sie. Die Sorge wächst, dass das Kind in Panik gerät. Für Lisa ist klar: Jetzt müssen Profis ran.

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Mit Teddybär und Werkzeug zur Rettung

Die alarmierten Einsatzkräfte gehen bei diesem Spezial-Einsatz ganz behutsam vor. Sie holen zunächst einen Teddybären dazu. Ein Feuerwehrmann spricht ruhig mit Marie, lenkt sie ab. Die Strategie geht auf. Die Kleine beruhigt sich, die Situation entspannt sich merklich. Die Helfer schneiden schließlich den Plastiksitz vorsichtig auf. Dafür kommen verschiedene Werkzeuge zum Einsatz, unter anderem ein Bolzenschneider.

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Doppeltes Happy End

Zum Schutz wird Marie mit einer Decke abgedeckt, damit weder Gesicht noch Hals verletzt werden. Nach etwa 30 Minuten ist alles überstanden. Die Klobrille gibt nach, das Kind ist frei – und unverletzt. Marie hat ihre Retter übrigens so ins Herz geschlossen und darf bald bei der Kinderfeuerwehr vorbeischauen.