Abgeschmiert!„Ranzig” und „stichig-schlammig”! Dieses Olivenöl bekommt von Stiftung Warentest sein Fett weg

Stiftung Warentest hat erneut Olivenöle unter die Lupe genommen. (Symbolbild)
Stiftung Warentest hat erneut Olivenöle unter die Lupe genommen (Symbolbild)
Christin Klose/dpa-tmn/dpa

Das klingt wenig appetitlich!
Stiftung Warentest hat 25 Olivenöle untersucht, ganze acht fallen mit „mangelhaft” durch. Ein Discounter enttäuscht dabei gleich mit zwei Produkten.

Klimawandel sorgt für miesen Geschmack

Alle getesteten Olivenöle haben eigentlich die höchste Güteklasse „nativ extra”. Höchstklassige Qualität wird aber immer seltener, erklärt Dr. Jochen Wettach, Testleiter bei Stiftung Warentest: „Der deutsche Olivenölmarkt gilt als besonders streng, doch was wir in den Regalen finden, ist immer öfter nur noch Mittelmaß.” Woran das liegt? Das sei laut Brancheninsidern kein Zufall, so der Experte, „weil letztlich der Klimaandel sich niederschlägt – in der Menge und Qualität des Olivenöls.” Schlechte Ernten, Dürren und Hitze am Mittelmeer haben also Konsequenzen.

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Letztes Jahr noch hui, dieses Jahr pfui

So auch bei einem Discounter, dessen Olivenöle noch im letzten Test im Januar 2025 mit „gut” abschnitten. In der neuen Untersuchung landeten gleich zwei Produkte von Aldi gemeinsam mit sechs anderen und der Note „mangelhaft” auf dem letzten Platz. Die Eigenmarken Bellasan und Bio schmecken beide „stichig-schlammig und ranzig”, das Bio-Öl sogar zusätzlich noch „modrig”, so das Knallhart-Urteil von Warentest.

Solche sensorischen Fehler sind laut EU-Verordnung in der geprüften Güteklasse nicht erlaubt. Sie „entstehen, wenn Oliven bereits vor dem Pressen zu gären beginnen oder das Öl zu lange mit Sauerstoff in Kontakt war”, erklärt das Magazin. Auch die Olivenöle von Netto Marken-Discount und Ybarra fielen durch die Geschmacksprüfung.

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Mineralölbestandteile möchte niemand

Beim Öl von Ybarra gab es noch ein anderes Problem: Es war mit MOAH (aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen) belastet - und zwar so stark, „dass die EU-Behörden eine Marktentnahme empfehlen würden”, so Stiftung Warentest. Das Gleiche gilt für die Olivenöle von Sterna 1821 und Threpsi. MOAH gelten als möglicherweise krebserregend.

Das EnerBio-Olivenöl von Rossmann fiel durch den Weichmacher DBP auf, der als fortpflanzungsschädigend gilt – es enthielt ein Vielfaches der zulässigen Menge. „In hohen Gehalten sind diese Schadstoffe absolut vermeidbar“, betont Wettach. Wer eins der belasteten Olivenöle zuletzt immer in sein Salatdressing gerührt hat, muss aber laut dem Testleiter nicht in Panik verfallen: „Akut gesundheitsgefährdend ist aber keines der Öle.”

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